Champions League: Sturm kämpft gegen Fenerbahce vergeblich

Graz: Sturm scheitert in der Champions-League-Qualifikation gegen Fenerbahce

Sturm Graz scheidet aus der Champions League aus

Sturm Graz musste sich im Rückspiel der dritten Qualifikationsrunde zur UEFA Champions League gegen Fenerbahce Istanbul mit 0:1 geschlagen geben. Nach einer 0:2-Niederlage im Hinspiel in Istanbul bedeutet das ein Gesamtergebnis von 0:3 und das Ende des Traums von der Königsklasse für die Grazer. Das entscheidende Tor für Fenerbahce erzielte Talisca in der 66. Minute per Foulelfmeter vor 15.599 Zuschauern im Stadion Graz-Liebenau.

Trotz des Ausscheidens ist Sturm Graz die Teilnahme an der Europa-League-Ligaphase bereits sicher. Trainer Fabio Ingolitsch hatte vor der Begegnung angekündigt, mehr Risiko zu gehen und nahm drei Änderungen in der Startelf vor. Arjan Malic und Petar Petrovic starteten in der Verteidigung, während Axel Kayombo im Sturm eingesetzt wurde.

Die Grazer zeigten sich im Rückspiel offensiver und attackierten früher als im Hinspiel. Dennoch war Fenerbahce dem Führungstreffer näher, als Talisca in der 11. Minute Daniil Chudjakow zu einer Parade zwang. Auch Kerem Aktürkoglu hatte in der 24. Minute eine Großchance, scheiterte aber ebenfalls am Grazer Torhüter.

Spielverlauf und entscheidende Momente

In der Folge hatte die Mannschaft von Ingolitsch mehr Spielanteile und erarbeitete sich mehrere Halbchancen. Kopfbälle von Seedy Jatta (28. Minute) und Jon Gorenc Stankovic (38. Minute) sowie Distanzschüsse von Emran Soglo (30. Minute) und Kayombo (34. Minute) konnten Fenerbahce-Schlussmann Mert Günok jedoch nicht ernsthaft in Bedrängnis bringen.

Nach einer torlosen ersten Hälfte waren die Schwarz-Weißen zweimal kurz davor, in Führung zu gehen. Ein Stanglpass von Jacob Peter Hödl wurde in der 48. Minute im letzten Moment von Archie Brown geklärt, und Malic setzte in der 50. Minute einen Kopfball knapp am langen Eck vorbei. Trotz eines Spiels auf Augenhöhe fehlte Sturm die nötige Präzision im Abschluss.

Die Entscheidung fiel in der 66. Minute, als Talisca einen Elfmeter herausholte, nachdem Petrovic gegen den Angreifer zu spät kam. Talisca verwandelte den Strafstoß eiskalt. Die beste Chance auf den Ausgleich hatte Belmin Beganovic in der 76. Minute, scheiterte aber an Günok. In der Schlussphase blieb Chudjakow im Duell gegen Aktürkoglu erneut siegreich (87. Minute).

Stimmen und Kaderdetails

Trainer Fabio Ingolitsch äußerte sich nach dem Spiel enttäuscht: „Es tut gerade richtig weh, weil ich nicht denke, dass es notwendig war, dieses Spiel zu verlieren. Wir haben uns unglaublich gut geschlagen.“ Er betonte, dass der Elfmeter seiner Mannschaft den „Stecker gezogen“ habe. Kapitän Jon Gorenc Stankovic zeigte sich trotz der Enttäuschung stolz auf die Leistung des Teams. „Wir haben alles gegeben und ein super Spiel gemacht“, so Stankovic.

In der Startelf von Sturm war Kapitän Jon Gorenc Stankovic der einzige Spieler, der älter als 23 Jahre war. Im Gegensatz dazu waren alle Akteure der türkischen Mannschaft mindestens 24 Jahre alt. Medienberichten zufolge steht auch Topstürmer Romelu Lukaku vor einem Wechsel zu Fenerbahce.

Die Aufstellungen des Rückspiels waren wie folgt: Sturm spielte mit Chudjakow, Malic (61./Heil), Mitchell, Petrovic (79./Koller), Soglo, S. Seidl, Weinhandl, Gorenc Stankovic (70./Fosso), Hödl, Kayombo (61./Weiper) und Jatta (61./Beganovic). Für Fenerbahce standen Mert Günok, Nelson Semedo (62./Mert Müldür), Skriniar, Ake, Brown, Guendouzi, Kante (73./Ismail Yüksek), Greenwood (62./Oguz Aydin), Asensio (62./Fred), Kerem Aktürkoglu und Talisca (77./Muriqi) auf dem Feld.

Vor dem Spiel sorgte eine kuriose Bus-Panne für Aufsehen, da Fenerbahce den ursprünglich vorgesehenen Mannschaftsbus ablehnte, weil dessen Farbgebung zu sehr an die Vereinsfarben von Sturm Graz oder des Istanbuler Stadtrivalen Beşiktaş erinnerte. Ein Ersatzbus wurde daraufhin organisiert.

Die Partie wurde von Schiedsrichter Hernandez aus Spanien geleitet.

Source: sport.orf.at