Österreichs Flag-Football-Teams starten bei WM in Düsseldorf mit Olympia-Traum
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Österreichs Flag-Football-Teams starten bei WM in Düsseldorf mit Olympia-Traum
By Thomas Gruber — 11 August 2026 — 3 min read
Österreichs Olympia-Ambitionen im Flag Football
Die österreichischen Flag-Football-Nationalteams, sowohl die Frauen als auch die Männer, beginnen ihren Weg in Richtung der Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles. Die Reise startet bei der Flag-WM in Düsseldorf, die vom 13. bis 16. August stattfindet und gleichzeitig als Qualifikationsturnier für Olympia dient. Für beide Teams ist das Ziel, sich einen der begehrten Startplätze zu sichern.
Die AFBÖ-Delegation reist nach Düsseldorf, wo ein temporäres Stadion für 5.000 Fans errichtet wird. Zu den prominenten Gästen der WM zählen NFL-Boss Roger Goodell und IOC-Präsidentin Kirsty Coventry, die sich ein Bild von der Sportart machen möchte. Die Entscheidung, ob Flag-Football auch 2032 olympisch bleibt, steht noch aus, doch beim AFBÖ hofft man auf eine Fortsetzung der olympischen Präsenz.
Vorbereitung und Erwartungen der Teams
Die österreichischen Frauen, die amtierende Vizeeuropameisterinnen sind und auf Platz sechs der Weltrangliste stehen, treffen in ihrer Gruppe auf Großbritannien, Frankreich und China. Headcoach Robert Riedl äußerte sich vor dem Abflug zuversichtlich über die Bereitschaft seines Teams, sich mit den besten Mannschaften der Welt zu messen. Er betonte, dass das letzte Trainingslager sowohl offensiv als auch defensiv deutliche Fortschritte gezeigt habe.
Karoline Kugler, eine Spielerin des Frauenteams, die seit zehn Jahren für das Nationalteam spielt und bereits zwei WM-Medaillen gewonnen hat, beschrieb die intensive Vorbereitung. Sie hob hervor, dass das Team perfekt vorbereitet sei und die Gruppe im Internet bereits als „The Group of Death“ bezeichnet werde. Kugler, die als Wide Receiver spielt, erwartet enge und körperliche Spiele, in denen alles passieren kann.
Die Männer, die amtierende Vizeweltmeister sind und auf Platz zwei der Weltrangliste stehen, treten in ihrer Gruppe gegen Kanada und Japan an. Ein geplantes Spiel gegen Nigeria wurde mit einem Sieg für Österreich gewertet, da Nigeria nicht einreisen konnte. Headcoach Michael Salamon zeigte sich entschlossen, die Fähigkeiten seines Teams zu präsentieren. Er wies darauf hin, dass ein Gruppensieg entscheidend sei, um im Viertelfinale einem möglichen Aufeinandertreffen mit dem Favoriten USA aus dem Weg zu gehen.
Der Weg nach Los Angeles
Nur die beiden Finalisten der Flag-WM qualifizieren sich direkt für die Olympischen Spiele in Los Angeles. Sollten die USA das Finale erreichen, erhält auch der Drittplatzierte ein Olympia-Ticket. Für die österreichischen Teams ist die direkte Qualifikation von großer Bedeutung, um den langen Weg über weitere Qualifikationsturniere zu vermeiden.
Sollte die direkte Qualifikation bei der WM nicht gelingen, bleibt der Traum von Olympia zwar bestehen, wird aber komplizierter. Der weitere Weg würde über die EM 2027 und zusätzliche Qualifikationsturniere führen, die in den USA und erst kurz vor den Olympischen Spielen stattfinden würden. Die Teams möchten diesen Umweg vermeiden und streben die direkte Qualifikation in Düsseldorf an, um die rund 10.000 Kilometer nach Los Angeles direkt anzusteuern.

Die Teilnahme an den Olympischen Spielen würde für die Sportart in Österreich eine noch professionellere Entwicklung ermöglichen. Die Spielerinnen und Spieler opfern einen Großteil ihrer Freizeit für den Sport, mit dem klaren Ziel, den Traum von Olympia zu verwirklichen. Die Flag-WM in Düsseldorf ist somit ein entscheidender Schritt auf diesem Weg.
Source: kurier.at