Birmingham Tag 1 | Die DLV-Athlet:innen in den Vorrunden

Birmingham: DLV-Athletinnen in den Vorrunden der Leichtathletik-EM

100 Meter: Kadiri verpasst Halbfinale, Lückenkemper und Haase scheiden im Halbfinale aus

Bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham starteten die deutschen Athletinnen in den Vorrunden. Im 100-Meter-Lauf der Frauen verpasste Chelsea Kadiri (Sprintteam Wetzlar) das Halbfinale. Sie belegte mit 11,47 Sekunden den 18. Platz der Vorläufe. Ihr Rennen fand bei Windstille statt, während andere Läufe von Rückenwind profitierten, was die Zeiten um ein bis zwei Zehntelsekunden beeinflussen kann. Kadiri äußerte sich stolz über ihren ersten Auftritt auf der großen Bühne und hofft, in Zukunft mit den Top-Athletinnen mithalten zu können.

Im Halbfinale der 100 Meter schieden Gina Lückenkemper (SCC Berlin) und Rebekka Haase (Sprintteam Wetzlar) aus. Lückenkemper erreichte mit 11,28 Sekunden den 15. Rang, während Haase in ihrem Rennen mit 11,36 Sekunden den siebten Platz belegte. Lückenkemper gab an, dass die Nachwirkungen eines Zeckenbisses ihre Leistung beeinträchtigt hätten, insbesondere in den ersten 30 Metern des Rennens. Haase zeigte sich enttäuscht, da sie wisse, dass sie schneller laufen könne, blickt aber optimistisch auf die Staffelwettbewerbe.

100 Meter Hürden: Schneider und Flotow im Halbfinale

Im 100-Meter-Hürdenlauf zogen Rosina Schneider (TV Sulz) und Lia Flotow (1. LAV Rostock) ins Halbfinale ein. Schneider lief im dritten Vorlauf eine persönliche Bestzeit von 12,76 Sekunden, was gleichzeitig die schnellste Zeit aller Vorläufe war. Sie steigerte ihre Bestleistung um eine Hundertstelsekunde. Flotow qualifizierte sich als Neunte der Vorläufe mit 12,95 Sekunden, obwohl ihr Start nicht optimal verlief. Die Deutsche Meisterin Franziska Schuster (TSV Bayer 04 Leverkusen) war bereits vorab für das Halbfinale qualifiziert. Die Halbfinals und das Finale finden am Dienstagabend statt.

Schneider zeigte sich sehr zufrieden mit ihrer Bestleistung und möchte im Halbfinale noch zulegen. Flotow erklärte ihren verpatzten Start, war aber erleichtert, dass ihre Zeit für das Weiterkommen reichte. Die 21-jährige Schneider zeigte sich zuversichtlich, ihr hohes Niveau in den kommenden Rennen bestätigen zu können.

400 Meter Hürden: Baldé scheitert knapp, 3.000 Meter Hindernis: Trio im Finale

Vanessa Baldé (Hamburger SV) verpasste den Einzug ins Halbfinale über 400 Meter Hürden knapp. Sie belegte im zweiten Vorlauf mit 56,52 Sekunden den fünften Platz und ihr fehlten 18 Hundertstelsekunden zum Weiterkommen. Baldé führte den knappen Ausgang auf einen frühen Wechsel des Hürdenbeins zurück, der sie Zeit kostete. Trotz des Ausscheidens sammelte sie wertvolle internationale Erfahrung bei ihrem ersten Auftritt im Alexander Stadium. Die zweite deutsche Starterin Eileen Demes (TV 1861 Neu-Isenburg) steigt als eine der besten zwölf Athletinnen erst im Halbfinale in den Wettbewerb ein.

Im 3.000-Meter-Hindernislauf zogen Gesa Krause (Silvesterlauf Trier) und Lea Meyer (VfL Löningen) souverän ins Finale ein. Sie führten den ersten Vorlauf an und sicherten sich mit 9:32,21 Minuten (Meyer) und 9:32,27 Minuten (Krause) die beiden besten Qualifikationszeiten. Krause, die bereits zweimal EM-Gold gewonnen hat, kehrt nach einer Pause auf die Hindernisstrecke zurück und gilt als Medaillenhoffnung. Der DLV-Sportboss Dr. Jörg Bügner äußerte sich optimistisch über die deutschen Medaillenchancen und die Leistung des Teams in Birmingham.

Weitere Medaillenhoffnungen für Deutschland sind Zehnkampf-Weltmeister Leo Neugebauer, Weitspringerin Malaika Mihambo, 3000-Meter-Hindernisläufer Frederik Ruppert und Speerwerfer Julian Weber. Mihambo, die bereits Gold bei Olympia, Weltmeisterschaften und Europameisterschaften gewann, sprang Mitte Juli in London 7,05 Meter. Ruppert stellte im Mai einen europäischen Rekord über 3000 Meter Hindernis auf. Die Leichtathletik-EM in Birmingham dauert vom 10. bis 16. August.

Source: leichtathletik.de