Paris: OSV-Schwimmer warten weiter auf Halbfinal-Einzug bei EM
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Paris: OSV-Schwimmer warten weiter auf Halbfinal-Einzug bei EM
By Thomas Gruber — 11 August 2026 — 3 min read
Kein Halbfinal-Einzug am zweiten EM-Tag
Auch nach dem zweiten Tag der Langbahn-Beckenbewerbe bei der Schwimm-Europameisterschaft in Paris konnte das österreichische Team (OSV) keinen Halbfinal-Einzug verzeichnen. Im Vorlauf über 100 m Kraul am Dienstagvormittag war Lukas Edl der schnellste Österreicher. Er erreichte eine persönliche Bestleistung von 49,45 Sekunden, was ihm den 46. Platz einbrachte.
Der Routinier Heiko Gigler schwamm die Strecke in 49,75 Sekunden und belegte damit den 57. Platz. Um das Halbfinale zu erreichen, wäre eine Zeit von 48,55 Sekunden erforderlich gewesen. Alle fünf OSV-Schwimmer schieden in diesem Wettbewerb aus. Neben Edl und Gigler waren auch Christian Giefing (55. Platz mit 49,68 Sekunden) und Viktor Kopf (71. Platz mit 50,23 Sekunden) auf der 100-m-Kraul-Distanz im Einsatz.
Heiko Gigler, Österreichs Rekordmann über die 100 m Kraul mit einer Bestzeit von 48,43 Sekunden, äußerte sich zu seiner Leistung. Er betonte, dass das Rennen nicht sein bestes gewesen sei. Gigler erklärte, dass das Team bereits im Vorfeld wusste, dass die jüngeren Athleten stark sind. Er führte seinen Fokus auf die 50-m-Distanz als Grund für das Ergebnis an, was sich im Finish bemerkbar gemacht habe. Gigler gab an, auch für die 100 m trainiert zu haben, jedoch offenbar zu wenig.
Lukas Edl stimmte seinem Teamkollegen zu und bemerkte, dass er nicht gut ins Rennen gekommen sei und seine Ziele nicht umsetzen konnte. Er bezeichnete seine Leistung für ein Vormittagsrennen als „ganz okay“. Edl hob die hohe Leistungsdichte im Starterfeld hervor, die er selbst bei einer Weltmeisterschaft in diesem Ausmaß noch nicht erlebt habe.
Luca Karl im 800-Meter-Kraul-Vorlauf
Im 800-Meter-Kraul-Vorlauf der Männer belegte Luca Karl, Österreichs Langstrecken-Freischwimmer, den 26. Platz mit einer Zeit von 8:14,49 Minuten. Der schnellste Athlet in diesem Vorlauf war der Deutsche Johannes Liebman, der eine Zeit von 7:41,87 Minuten erreichte. Luca Karl, ein 23-jähriger Salzburger, hatte bei der EM zuvor bereits Erfolge im Freiwasser erzielt: Er belegte den achten Rang über die olympischen zehn Kilometer und den neunten Platz über fünf Kilometer.

Die ORF-Expertin und ehemalige Schwimmerin Lena Kreundl bewertete das bisherige Abschneiden des OSV-Teams. Sie riet dazu, die Ergebnisse nicht zu kritisch zu sehen und hob die Stärke der Konkurrenz hervor. Kreundl erklärte, dass bei der EM 2024 in Belgrad einige Top-Schwimmer anderthalb Monate vor den Olympischen Spielen pausiert hätten. Diesmal seien jedoch alle großen Namen am Start, was die Wettbewerbsdichte erheblich erhöhe. Sie habe noch keinen Wettbewerb gesehen, bei dem jemand gefehlt hätte.
Kreundl betonte, dass die Masse der Schwimmer schneller und professioneller geworden sei. Sie erwähnte, dass viel mit Videoanalysen gearbeitet werde und auch die Europameisterschaft selbst professioneller aufgezogen werde. Aus ihrer Sicht müsse das österreichische Team nachlegen, um weiterhin mithalten zu können. Sie möchte jedoch die kommenden Wettkampftage abwarten, bevor sie eine endgültige Bilanz zieht, da die Tagesform oft eine Rolle spiele und die ersten beiden Tage nicht unbedingt Rückschlüsse auf die weiteren Tage zulassen.
Der Franzose Nathan Muratory, ein 18-Jähriger, erhielt kräftigen Applaus vom Heimpublikum, als er über 200 m Rücken in einer Junioren-Weltrekordzeit von 1:54,87 als Vorlaufschnellster anschlug.
Source: sport.orf.at