Schwimmen: Mladenovic mit Rekord ins EM-Finale

Salzburger Mladenovic erreicht EM-Finale über 200 m Brust mit neuem Rekord

Der Salzburger Luka Mladenovic hat sich bei den Langbahn-Europameisterschaften in Paris für das Finale über 200 m Brust qualifiziert. Er erreichte im Halbfinale den zweiten Gesamtrang mit einer Zeit von 2:08,85 Minuten, wodurch er den österreichischen Rekord um 1,03 Sekunden verbesserte. Der bisherige Rekord von 2:09,88 Minuten wurde am 28. Februar 2020 von Christopher Rothbauer aufgestellt. Das Finale findet am Donnerstag um 19.29 Uhr statt.

Mladenovic äußerte sich zufrieden mit seiner Leistung und der erzielten Zeit. Er hatte sich auf eine Zeit von 2:08 Minuten für das Finale vorbereitet und zeigte sich erfreut, damit den zweiten Platz erreicht zu haben. Der Schwimmer ist zuversichtlich, dass er seine Leistung im Finale noch weiter steigern kann und peilt eine niedrige 2:08er Zeit an.

Mladenovic unterbietet Olympia-Limit und weitere Ergebnisse

Der 22-Jährige verbesserte sich im Vergleich zu seinem siebten Aufstiegsplatz aus dem Vorlauf um 1,68 Sekunden. Seine persönliche Bestzeit, die über ein Jahr alt war, unterbot er um 1,23 Sekunden. Mit dieser Leistung stieß er über die 200 m Brust in eine neue Dimension für den österreichischen Schwimmverband (OSV) vor.

Ein weiterer Erfolg für Mladenovic ist das erstmalige Unterbieten der Olympia-Norm von 2:09,35 für Los Angeles 2028. Obwohl die Gültigkeit der Limits erst ab dem 1. März 2027 beginnt, gibt ihm dies nach eigenen Angaben viel Selbstvertrauen. Der U23-Triple-Europameister konzentriert sich darauf, seine Zeit im Finale erneut zu verbessern und vorne mitzuschwimmen, ohne dabei primär an eine Medaille zu denken.

Die langen Züge funktionierten bereits in der Vorbereitungsphase gut. Mit nur 13 beziehungsweise 15 Zügen auf den ersten beiden Längen kann er ein hohes Tempo energieschonend halten. Im Halbfinale ging er als Dritter auf die Schlusslänge und steigerte seine Frequenz, um seinen Lauf zu gewinnen.

Enttäuschung bei anderen österreichischen Schwimmern

Während Mladenovic Erfolge feierte, zeigte sich Iris Julia Berger über 200 m Kraul unzufrieden. Sie belegte den 16. Platz in 1:59,19 Minuten. Die 21-Jährige beschrieb ihr Körpergefühl im Wasser als schmerzhaft und äußerte ihr Unverständnis darüber, warum sie langsamer als vor einem Jahr schwamm. Ihren österreichischen Rekord von 1:58,08 hatte sie im Juli 2025 in Aarhus aufgestellt. Nach den Vorläufen belegten Marlene Kahler mit 2:01,28 Minuten den 31. Platz und Nida Omid mit 2:03,77 den 41. Platz.

Auch Simon Bucher zeigte sich enttäuscht über seine Leistung über 100 m Delfin. Der Tiroler erreichte eine Zeit von 52,37 Sekunden und konnte sein übliches Leistungsvermögen nicht abrufen. Er hatte bereits öfter erlebt, dass die 50 m nicht gut liefen, die 100 m dafür aber besser. Dass diesmal auch die 100 m so schlecht waren, empfand er als schmerzhaft. Er vermutet, dass eine erhöhte Muskelmasse seine Wasserlage beeinflussen könnte.

Lukas Edl war in seinem dritten Bewerb im Olympic Aquatic Centre der beste Österreicher. Über 100 m Delfin verpasste er das Halbfinale in 52,20 Sekunden nur um 17 Hundertstel und lag vier Ränge vor Bucher auf dem 22. Platz. Er war schwimmerisch gut, bemängelte aber einen nicht perfekten Start, eine schlechte Wende und verlorene Zehntel beim Abstoß und Anschlag. Martin Espernberger kam in 53,32 Sekunden nicht über den 40. Platz hinaus.

Im 400 m Lagen Bewerb der Frauen belegte Aviva Hollinsky mit 4:52,64 Minuten den 13. Rang unter 14 Sportlerinnen. Der interimistische OSV-Sportdirektor Jakub Maly nominierte Edl und Heiko Gigler für die Staffel über 4 x 100 m Kraul am Donnerstag als Start- beziehungsweise Schlussschwimmer. Zwischen ihnen werden Viktor Kopf und Christian Giefing eingesetzt.

Source: sport.orf.at