Schwimm-EM: Mladenovic und Berger im Semifinale

Salzburger Schwimmer Mladenovic erreicht EM-Semifinale über 200 Meter Brust

Der Salzburger Schwimmer Luka Mladenovic hat sich bei der Schwimm-EM souverän für das Semifinale über 200 Meter Brust qualifiziert. Nach einem Vorrunden-Aus über 100 Meter Brust zum Auftakt in Paris zeigte Mladenovic am Mittwoch eine deutlich verbesserte Leistung. Er beendete seinen Vorlauf als Dritter in einer Zeit von 2:10,53 Minuten.

Diese Zeit reichte klar für den Einzug unter die besten 16. Insgesamt schwamm Mladenovic die achtbeste Zeit, ist aber als Siebentbester im Semifinale gesetzt. Dies liegt daran, dass der unter neutraler Flagge startende Russe Daniil Pisetski, der als Sechster ins Ziel kam, bereits der Drittbeste seines Teams war und nur zwei Athleten pro Nation im Semifinale starten dürfen.

Mladenovics Leistung und Erwartungen

Mladenovic äußerte sich zufrieden mit seiner Leistung im Vormittagsbewerb. Er bemerkte nach 150 Metern, dass er vorne dabei war und versuchte, seine Energie für den Nachmittag zu sparen. Er zeigte sich glücklich über das Weiterkommen und die erreichte Zeit. Trotzdem ließ er auf der letzten Länge etwas nach, obwohl er zuvor auf Kurs zu einer neuen persönlichen Bestzeit von 02:10,08 unterwegs gewesen war.

Der 22-jährige Mladenovic kommentierte, dass im Vorlauf sehr taktisch geschwommen wurde und die Top-Leute noch nicht ihre besten Zeiten gezeigt hätten. Er erwartet ein sehr schweres Semifinale, um ins Finale zu kommen, und schätzt, dass eine Zeit von 2:08 Minuten notwendig sein wird, da das Niveau bei dieser EM brutal hoch sei. Das Semifinale war für Mittwoch um 19.04 Uhr angesetzt.

Auch sein Salzburger Clubkollege Laurin Korber-Perner konnte seine persönliche Bestzeit über 200 Meter Brust deutlich verbessern und erreichte eine Zeit von 2:18,43 Minuten.

Weitere Ergebnisse und Enttäuschungen

Im Gegensatz zu Mladenovic verpasste Lukas Edl über 100 Meter Delfin trotz einer persönlichen Bestzeit von 52,20 Sekunden den Aufstieg ins Semifinale um 13 Hundertstelsekunden. Simon Bucher, der auf dieser Strecke im Jahr 2024 Vizeweltmeister war, schied ebenfalls aus. Er war 17 Hundertstelsekunden langsamer als Edl und belegte den 26. Platz. Auch Martin Espernberger schied als 40. aus.

Bereits am zweiten EM-Tag der Langbahn-Beckenbewerbe in Paris warteten die österreichischen Schwimmer noch auf einen Halbfinal-Aufstieg. Über 100 Meter Kraul war Lukas Edl überraschend der schnellste Österreicher im Vorlauf am Dienstagvormittag mit einer persönlichen Bestleistung von 49,45 Sekunden, was den 46. Platz bedeutete.

Für Routinier Heiko Gigler reichte es über 100 Meter Kraul nur zu einer Zeit von 49,75 Sekunden, womit er den 57. Platz belegte. Eine Zeit von 48,55 Sekunden wäre für das Erreichen des Halbfinales notwendig gewesen. Alle fünf OSV-Schwimmer schieden in diesem Bewerb aus. Gigler gab an, dass es nicht sein bestes Rennen gewesen sei und er sich mittlerweile stärker auf die 50-Meter-Distanz konzentriere. Dies habe sich am Ende des Rennens bemerkbar gemacht. Er bangt nun auch um seinen Staffeleinsatz über 100 Meter Lagen.

Das OSV-Quartett über 100 Meter Kraul wurde durch Christian Giefing (55. Platz mit 49,68 Sekunden) und Viktor Kopf (71. Platz mit 50,23 Sekunden) komplettiert. Luca Karl, der nach seinem Freiwasser-Triple in die Halle wechselte, erreichte über 800 Meter Kraul den 26. Platz mit einer Zeit von 8:14,49.

Der Franzose Nathan Muratory erhielt großen Applaus vom Heimpublikum, als der 18-Jährige über 200 Meter Rücken in einer Junioren-Weltrekordzeit von 1:54,87 als Vorlaufschnellster anschlug.

Die österreichischen Schwimmer hoffen weiterhin auf weitere Erfolge in den kommenden Bewerben der Schwimm-EM.

Source: sport.orf.at