Graz richtet Blick auf Europa League nach Champions-League-Aus
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Graz richtet Blick auf Europa League nach Champions-League-Aus
By Thomas Gruber — 12 August 2026 — 3 min read
Nach dem Ausscheiden in der Qualifikationsrunde zur Champions League konzentriert sich Sturm Graz nun auf die Europa League. Die Grazer unterlagen Fenerbahce Istanbul im Rückspiel mit 0:1, nachdem sie bereits das Hinspiel mit 0:2 verloren hatten. Trotz der Enttäuschung über das verpasste Weiterkommen in die Königsklasse zeigte sich Trainer Fabio Ingolitsch zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft.
Ingolitsch betonte, dass seine Mannschaft gegen die favorisierten Türken über weite Strecken eine passable Leistung gezeigt habe, auch wenn ein Treffer nicht gelang. Er resümierte: „Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit dem Auftritt meiner Mannschaft.“ Besonders in der zweiten Halbzeit habe das Team ein Momentum aufgebaut, doch der Ball wollte nicht ins Tor. Der Trainer hob hervor, dass die Startelf ein Durchschnittsalter von 21,5 Jahren aufwies, was er als Zeichen einer „jungen, hungrigen Truppe“ interpretierte.
Entscheidung durch Elfmeter
Die Entscheidung im Rückspiel fiel in der 66. Minute durch einen Foulelfmeter, den Talisca verwandelte. Dieser Treffer besiegelte das Ausscheiden für Sturm Graz. Ingolitsch äußerte sich dazu: „Der Elfmeter tut weh, der hat uns den Stecker gezogen.“ Er räumte ein, dass Fenerbahce über zwei Spiele hinweg der verdiente Sieger gewesen sei, hätte sein Team sie aber gerne ins Wanken gebracht.
Verteidiger Jürgen Heil pflichtete dem bei und erklärte, dass sich die Mannschaft nichts vorwerfen könne. „Wir haben alles reingeworfen und über zwei Spiele das Herz auf dem Platz gelassen“, so Heil. Auch Kapitän Jon Gorenc Stankovic zeigte sich enttäuscht, betonte aber, dass das Team stolz auf sich sein könne, da sie gegen eine starke Mannschaft gespielt hätten. Er fügte hinzu: „Mit ein bisschen Glück schießen wir heute das 1:0. Aber das ist Fußball.“

Blick auf die Europa League
Für Sturm Graz geht das europäische Abenteuer nun in der Europa League weiter, wie schon im Vorjahr. Die Mannschaft wird in der Ligaphase acht Spiele bestreiten. Jacob Peter Hödl, der im Offensivspiel eine aktive Rolle einnahm, bezeichnete die Europa League zwar als „Trostpreis“, da das Ziel die Champions League gewesen sei, doch er betonte auch, dass das Team den Kopf oben lassen und stolz sein könne.
Das Startgeld in der zweithöchsten Europacup-Ebene beträgt 4,31 Millionen Euro. Die Auslosung der Gegner findet am 28. August statt. Es warten namhafte Mannschaften wie AC Milan, Juventus, Bayer Leverkusen und Olympique Marseille. Ingolitsch zeigte sich zuversichtlich hinsichtlich der Teilnahme an diesem Wettbewerb: „Wir als Verein passen sehr gut in die Europa League.“
Ingolitsch lobte die Leistung seiner jungen Mannschaft und merkte an, dass Fenerbahce mit einem Altersdurchschnitt von 30 Jahren und Spielern, die Weltmeister- und Champions-League-Sieger sind, angetreten sei, während Sturm Graz mit einem Schnitt von 21 Jahren spielte. Trotz des Altersunterschieds sah er nicht viel Unterschied zwischen den Mannschaften und sprach von einem 50/50-Duell. Er äußerte sich auch zur Zukunft des Teams, da das Transferfenster in Österreich bis zum 3. September geöffnet ist. Ingolitsch zeigte sich jedoch gelassen: „Ich habe keine Angst. Am Ende des Tages ist es mein Job und den mache ich gern.“
Die Mannschaft wird sich nun auf die kommenden Herausforderungen in der Europa League vorbereiten, wobei die Auslosung der Gegner am 28. August erfolgen wird.
Source: sport.orf.at