Salzburgs Frauenfußball profitiert von Red-Bull-Strukturen
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Salzburgs Frauenfußball profitiert von Red-Bull-Strukturen
By Thomas Gruber — 8 August 2026 — 2 min read
Salzburgs Frauenfußball: Ein neues Kapitel
Der FC Red Bull Salzburg hat mit der Saison 2023/24 einen neuen Meilenstein im Frauenfußball gesetzt. Innerhalb von drei Jahren wurden Frauen-Teams in den Leistungsfußball integriert. Die erste Mannschaft trat im Sommer 2025 erstmals in der ADMIRAL Frauen-Bundesliga an und beendete ihre Premierensaison auf dem vierten Rang. Zudem erreichte das Team das Cup-Finale, wo es sich der Wiener Austria geschlagen geben musste.
Bernd Winkler, der sportliche Leiter der Frauen-Fußballabteilung von Red Bull Salzburg, hob die enge Zusammenarbeit mit dem Männerbereich hervor. Besonders in der Akademie findet ein Austausch zwischen Trainern, Athletiktrainern und Physiotherapeutinnen statt. Diese Vernetzung wird als Vorteil für die Entwicklung der Frauen-Teams gesehen.

Philosophie und Infrastruktur
Die Spielidee der Frauenmannschaften folgt der bekannten Red-Bull-Philosophie: intensiver und schneller Fußball nach vorne. Der Fokus liegt auf der Entwicklung junger Talente aus Salzburg und Österreich, um ihnen den Sprung in die Bundesliga zu ermöglichen. Trotz des Schwerpunkts auf junge Spielerinnen sind erfahrene Führungsspielerinnen im Team wichtig.
Die Infrastruktur des Vereins stellt einen großen Pluspunkt dar. Trainiert wird im Olympiazentrum in Rif, während die Kraftkammer in der Red Bull Akademie in Liefering genutzt wird. Dort finden auch die Heimspiele der Frauen-Teams statt. Katja Wienerroither, Kapitänin der Kampfmannschaft, die 2025 von RB Leipzig nach Salzburg wechselte, betonte die hervorragenden Bedingungen, die in Österreich nur wenige Mannschaften bieten können.

Der Aufbau der Frauenabteilung wurde von CEO Stefan Reiter und Akademieleiter Manfred Pamminger positiv beeinflusst. Die vorhandene Power des FC Red Bull Salzburg, insbesondere in Bezug auf die Infrastruktur und den Wissenstransfer, konnte genutzt werden. So schaut beispielsweise der Analyst des FC Liefering bei Spielen der Frauen zu und gibt Tipps an die Trainer weiter, was einen engen Austausch fördert.
Talentförderung und Professionalisierung
Der große Name des Vereins hilft dabei, Talente anzuziehen, doch es bedarf auch konkreter Angebote wie einer guten Trainingsstätte. Der Ausbildungsweg unterscheidet sich jedoch von dem der Männer, da der Fokus auf Spielerinnen aus Österreich liegt. Regionale Scouts sind in ganz Österreich unterwegs, um vielversprechende Mädchen zu entdecken, auch wenn diese noch in Burschen-Teams spielen.
Die schulische Ausbildung ist für die Spielerinnen von großer Bedeutung, da der finanzielle Aspekt im Frauenfußball noch nicht so ausgeprägt ist wie bei den Männern. Aktuell sind die Spielerinnen bei Red Bull Salzburg nicht ausschließlich Fußballprofis; sie gehen zur Schule, studieren oder arbeiten. Es besteht die Hoffnung auf eine vollständige Professionalisierung in den kommenden Jahren.
Der Einstieg in den Frauenfußball erfolgte zu einem Zeitpunkt, der als optimal angesehen wird, da das Umfeld passte und große Turniere stattfanden. Der schrittweise Aufbau, beginnend mit der U16, dann der U20 und schließlich der Kampfmannschaft, war eine bewusste Entscheidung, um Erfahrungen zu sammeln und nichts zu überstürzen. Die Salzburgerinnen stehen seit ihrem Einstieg im Rampenlicht.

Die ADMIRAL Frauen-Bundesliga setzt ihre Saison fort. Am Samstag, den 8. August 2026, findet um 17:00 Uhr das Spiel zwischen Red Bull Salzburg und FC Blau Weiß Linz/Union Kleinmünchen statt.
Source: 90minuten.at