Wien: LASK besiegt Austria und bleibt ungeschlagen
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Wien: LASK besiegt Austria und bleibt ungeschlagen
By Thomas Gruber — 9 August 2026 — 3 min read
LASK sichert sich zweiten Sieg der Saison
Der LASK hat in der zweiten Runde der Bundesliga einen 2:0-Auswärtssieg gegen Austria Wien in der Generali Arena erzielt. Damit bleiben die Linzer nach dem Auftaktsieg über den GAK weiterhin ohne Gegentor und mit voller Punkteausbeute. Für die Wiener Austria war es die zweite Niederlage im zweiten Spiel, wodurch sie punkt- und torlos am Tabellenende stehen.
Die Partie, die vor 12.442 Zuschauern stattfand, wurde durch Tore von Andres Andrade in der 54. Minute und einem Elfmeternachschuss von Moses Usor in der 83. Minute entschieden. Vor dem Strafstoß erhielt Austrias Verteidiger Aleksandar Dragovic eine Rote Karte wegen Handspiels.
Umstrittene Entscheidungen und VAR-Ärger
Die Begegnung war von Beginn an temporeich und emotional. Bereits in der 12. Minute jubelte die Heimmannschaft über einen Kopfballtreffer von Ibrahim Buhari, der jedoch nach VAR-Überprüfung wegen einer knappen Abseitsstellung von Vorlagengeber Lee Tae Seok aberkannt wurde. Diese Entscheidung sorgte für Unmut bei den Wienern.

Austria-Trainer Stephan Helm äußerte sich kritisch zur VAR-Entscheidung: „Mir kann hundertmal jemand erzählen, dass das kalibriert ist, ich glaube nicht, dass die Technik in so einem Moment alles abdeckt.“ Auch Verteidiger Johannes Handl und Marvin Ranftl zweifelten an der Qualität der TV-Bilder in Österreich für solch präzise Abseitsentscheidungen. Helm erhielt später eine Gelbe Karte, nachdem er aus Ärger über ein nicht geahndetes Foul eine Flasche auf das Spielfeld warf.
Ein weiterer vermeintlicher Ausgleichstreffer durch Joker Kelvin Boateng in der 75. Minute wurde ebenfalls nicht anerkannt, da der Ball nach einem Abwehrversuch von LASK-Verteidiger Joao Tornich von Boatengs Arm ins Tor sprang. Über diese Entscheidung gab es jedoch keine Diskussionen.
Spielverlauf und entscheidende Momente
Der LASK dominierte phasenweise den Ballbesitz, zeigte sich aber in der Offensive zunächst wenig kreativ. Die Austria hingegen ließ es an Genauigkeit bei ihren Umschaltmomenten fehlen. Vor der Pause blieb der aberkannte Treffer der einzige nennenswerte Torschuss der Wiener. Auf Seiten des LASK gab es Fehlschüsse von Sascha Horvath und Robert Ljubicic sowie eine verpasste Kopfballchance von George Bello.
Nach der Halbzeit kam der LASK engagierter aus der Kabine. Ein Lattentreffer von Sanel Saljic in der 47. Minute war ein Warnschuss für die Linzer, bevor Andrade in der 54. Minute nach einem Eckball, den Samuel Adeniran weiterleitete, per Kopf das 1:0 erzielte. Obwohl der LASK danach nicht immer souverän agierte, gelang es der Austria aufgrund mangelnder Präzision nicht, den Ausgleich zu erzielen.
Die Entscheidung fiel in der 81. Minute, als Aleksandar Dragovic einen Schuss von Adeniran im Strafraum mit dem Oberarm abwehrte, was zu einer Roten Karte und einem Elfmeter führte. Moses Usor scheiterte zunächst an Samuel Sahin-Radlinger, verwertete aber den Nachschuss zum 2:0-Endstand.
LASK-Trainer Dietmar Kühbauer zeigte sich zufrieden mit dem zweiten Sieg und dem Umstand, kein Gegentor kassiert zu haben, merkte jedoch an, dass seine Mannschaft nach dem 2:0 der Austria zu viele einfache Bälle hinter die Kette ermöglichte. Stephan Helm hingegen sah trotz der Niederlage eine Leistung, die phasenweise in die richtige Richtung ging, und bedauerte die verpassten Gelegenheiten, dem Spiel eine andere Wendung zu geben.
Die Startaufstellung des LASK blieb gegenüber dem 3:0-Auftaktsieg über den GAK unverändert, während Austria-Coach Stephan Helm im Vergleich zum 2:1-Sieg über Beitar Jerusalem mehrere Änderungen vornahm.
Source: sport.orf.at