Prettner und Flachberger bei Olympiatest in den Top Ten

Strobler Segler Prettner und Flachberger erreichen Top Ten bei Olympiatest in Los Angeles

Erfolgreicher Abschluss der San Pedro Olympic Classes Regatta

Bei der San Pedro Olympic Classes Regatta im künftigen Olympiarevier von Los Angeles 2028 haben die 49er-Segler Keanu Prettner und Jakob Flachberger vom Union Yacht Club Wolfgangsee den achten Gesamtrang erreicht. Das Duo, das als Vizeweltmeister im 49er bekannt ist, sammelte wichtige Erkenntnisse und konnte sich im Spitzenfeld positionieren. Die Regatta endete am Samstag mit zwei intensiven Medal Races.

Prettner und Flachberger gingen punktegleich mit dem achtplatzierten Boot in die abschließenden Medal Races. Bei schwierigen Bedingungen mit starkem und böigem Wind in der Bucht vor San Pedro lieferten sie sich einen engen Kampf um die Platzierungen. Im ersten Medal Race zeigten sie eine starke Leistung und belegten den dritten Rang, wodurch sie in der Gesamtwertung zwischenzeitlich Positionen gutmachen konnten. Im zweiten und letzten Rennen der Regatta konnten sie ihre Leistung nicht ganz wiederholen und beendeten dieses auf dem sechsten Platz, was ihnen den achten Gesamtrang sicherte.

Steuermann Prettner äußerte sich positiv über die Erfahrungen: „Es war heute ein richtig cooler Kampf am Kurs. Das erste Rennen ist uns gut gelungen, im zweiten Medal Race wäre noch etwas mehr möglich gewesen. Vor allem auf der ersten Vorwind haben wir ein paar Boote verloren. Grundsätzlich war es aber ein guter Abschluss und wir wissen, woran wir noch arbeiten müssen. Für uns war die Regatta im Olympiarevier auf jeden Fall ein sehr guter Erkenntnisgewinn.“

Leistungssteigerung im Verlauf der Regatta

Bereits am vierten Wettkampftag der San Pedro Olympic Classes Regatta hatten Keanu Prettner und Jakob Flachberger aus Strobl für den ersten österreichischen Wettfahrtsieg gesorgt. Nach einem dritten Platz zu Beginn und einem neunten Rang in der zweiten Wettfahrt gelang dem Duo vom Union Yacht Club Wolfgangsee im abschließenden Rennen des Tages ein Sieg. Diese Tagesbilanz ermöglichte den beiden einen großen Sprung nach vorne in der Gesamtwertung, wodurch sie vor dem letzten Tag der Elimination Series auf Rang elf lagen. Zu diesem Zeitpunkt fehlten ihnen lediglich zwei Punkte, um sich für die Medal Races zu qualifizieren.

Prettner hob die Verbesserungen hervor: „Der heutige Tag war wesentlich besser als die vergangenen Tage. Im ersten und im letzten Rennen hatten wir deutlich bessere Starts. Wir hatten den ganzen Tag über einen guten Speed, haben uns mit unseren Entscheidungen sehr wohlgefühlt und konnten unseren Plan gut umsetzen. Auch im zweiten Rennen, in dem wir den Start nicht optimal erwischt haben, konnten wir uns noch nach vorne segeln. Wenn wir morgen so weitermachen und wieder gute Ergebnisse erzielen, sind wir hoffentlich im Medal Race dabei.“

Keanu Prettner und Jakob Flachberger zeigten am vierten Wettkampftag mit konstant starken Ergebnissen auf. | Foto: OeSV/Dominik Matesa
Keanu Prettner und Jakob Flachberger zeigten am vierten Wettkampftag mit konstant starken Ergebnissen auf.Foto: OeSV/Dominik Matesahochgeladen vonEmanuel Hasenauer Credit: meinbezirk.at

Auch im Nacra 17 gab es ähnliche Entwicklungen. Laura Farese und Matthäus Zöchling vom UYC Neusiedlersee beendeten den ersten direkten Vergleich im Olympiarevier ebenfalls auf dem achten Gesamtrang. Der windigste Tag der Regatta mit Böen von bis zu 20 Knoten stellte auch hier anspruchsvolle Bedingungen für die Medal Races dar. Lukas Haberl aus Salzburg und seine Vorschoterin Clara Stamminger hatten es im Nacra 17 nicht ins Finale geschafft.

Farese und Zöchling mussten im ersten Rennen nach einem schwierigen Start zunächst einen Rückstand aufholen, konnten sich aber im weiteren Verlauf auf den siebten Rang vorkämpfen. Im zweiten Medal Race hatten sie mit Geschwindigkeitsproblemen zu kämpfen und belegten den zehnten Platz. Steuerfrau Farese kommentierte den Abschlusstag: „Für uns war es ein eher schwieriger Abschlusstag. Im ersten Rennen haben wir uns beim Start leider für die falsche Seite entschieden und waren von Beginn an recht weit hinten. Wir konnten uns aber noch auf den siebenten Platz vorkämpfen. In der zweiten Wettfahrt hat uns dann etwas der Speed gefehlt und wir konnten mit den Top-Booten nicht gut mithalten. Für uns ist es aber wichtig, dass wir wieder Medal Races bestreiten konnten. Die Leistungssteigerung über die gesamte Woche stimmt uns positiv. In weiterer Folge gilt es nun, an unserer Bootsgeschwindigkeit zu arbeiten.“

Am Donnerstag wechselte die Nacra-17-Flotte bei drehendem und böigem Wind auf einen inneren Kurs, was zu offeneren Wettfahrten führte – Bedingungen, die Laura Farese und Matthäus Zöchling besser lagen. Mit den Plätzen zehn, neun und neun erzielten sie drei Top-10-Ergebnisse. Obwohl sie auf Gesamtrang elf blieben, konnten sie ihren Rückstand auf die Top 10 und damit auf einen Platz in den Medal Races auf acht Punkte verkürzen. Das zweite österreichische Nacra-17-Duo, Lukas Haberl und Clara Stamminger, konnte sich ebenfalls steigern und verbesserte sich mit den Einzelergebnissen 14, 15 und 13 auf Gesamtrang 17.

Die San Pedro Olympic Classes Regatta endete am Samstag mit den abschließenden Medal Races.

Source: sn.at