Weißhaidinger erreicht Diskus-Finale bei Leichtathletik-EM in Birmingham
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Weißhaidinger erreicht Diskus-Finale bei Leichtathletik-EM in Birmingham
By Thomas Gruber — 12 August 2026 — 3 min read
Der oberösterreichische Diskuswerfer Lukas Weißhaidinger hat sich bei der Leichtathletik-Europameisterschaft in Birmingham souverän für das Finale qualifiziert. Er erreichte die Finalteilnahme mit einem Wurf von 65,06 Meter im ersten Versuch. Damit sicherte sich Weißhaidinger als Vierter einen Platz unter den besten zwölf Athleten.
Weißhaidinger zeigte sich erleichtert über seine Leistung, besonders nach einer schwierigen Vorbereitung, die auch Rückenprobleme umfasste. Er betonte, dass es ein „toughes Jahr“ gewesen sei und die letzten Wochen mit dem Rücken nicht einfach waren, aber das Team es geschafft habe, die Herausforderungen zu bewältigen. Der Plan sei immer, gleich im ersten Versuch eine gute Weite zu erzielen, und er sei sehr glücklich, dass dies gelungen ist.
Trotz der überzeugenden Qualifikationsleistung blieb der Athlet mit Prognosen für das Finale zurückhaltend. Er erklärte, dass er genug Erfahrung habe, um zu wissen, was auf ihn zukommt, und dass er im Finale noch eine Schippe drauflegen müsse. Weißhaidinger sprach von einem Gleichgewicht zwischen einem kontrollierten und einem aggressiven Wurf für den Finalwettkampf am Donnerstag.
Weitere österreichische Leistungen in Birmingham
Neben Weißhaidinger gab es weitere österreichische Athleten, die in Birmingham antraten. Niklas Strohmayer-Dangl sorgte im 400-m-Hürdenlauf für ein Highlight. Der 24-Jährige erreichte mit einer Zeit von 49,39 Sekunden das Halbfinale. Er beendete seinen Vorlauf als Zweiter und zeigte sich zufrieden mit seiner Leistung unter windigen Bedingungen. Strohmayer-Dangl bemerkte, dass es eine „unfaire Regel“ sei, dass zwölf Läufer vorqualifiziert sind und er einen zusätzlichen Lauf absolvieren musste, aber er werde versuchen, den Rekord von 49,18 zu attackieren.
Für die 400-m-Hürdenläuferinnen Anna Dlauhy und Lena Pressler endete der Wettkampf im Halbfinale. Pressler, die im Vorlauf mit 54,97 Sekunden die schnellste Zeit erzielt hatte, stürzte in ihrem Halbfinale an der achten Hürde und belegte mit 1:01,85 Minuten den 23. Rang. Sie äußerte große Enttäuschung, da sie das Gefühl hatte, eine neue Bestleistung hätte erreichen können. Ihre persönliche Bestleistung liegt bei 54,55 Sekunden.
Dlauhy wurde in ihrem Lauf mit einer Zeit von 55,22 Sekunden Sechste, was ihr den 14. Gesamtrang einbrachte. Die 23-Jährige erklärte, dass sie zu Beginn „volle Attacke“ gelaufen sei, aber ab der vierten Hürde zu viel nachgedacht habe. Sie empfand ihren 14. Platz bei ihrer ersten Europameisterschaft dennoch als „richtig cool“.
Im Diskuswurf verpasste Will Dibo den Finaleinzug deutlich. Bei seinem EM-Debüt belegte er mit einer Weite von 55,31 Meter den 27. Rang unter 29 Teilnehmern. Dibo zeigte sich unzufrieden mit dem Wettkampf, der sein erster nach einer vor sechs Wochen erlittenen Wadenverletzung war. Er konnte erst zwei Wochen vor dem Wettbewerb wieder mit Drehwürfen beginnen.
Weitere Ergebnisse und Enttäuschungen
Die Debütantin Lisa Redlinger zeigte sich nach ihrem EM-Debüt über 5.000 m unglücklich. Sie belegte den 17. Platz mit einer Zeit von 15:57,19 Minuten. Redlinger äußerte ihre Enttäuschung und sagte, sie sei nicht für diese Zeit und Platzierung angereist. Sie hatte in diesem Jahr bereits eine Zeit von 15:12,03 erreicht und bedauerte, dass das Rennen zu langsam begonnen hatte.
Für Caroline Bredlinger war im Vorlauf über 800 m Endstation. Die 25-Jährige erreichte eine Zeit von 2:03,41 Minuten und schied als 29. aus. Der 100-m-Sprinter Markus Fuchs schied ebenfalls in den Vorläufen der Nicht-Vorqualifizierten aus und belegte mit 10,76 Sekunden den 23. Platz unter 24 Teilnehmern. Er ist Inhaber des österreichischen Rekords von 10,08 Sekunden. Leo Köhldorfer verpasste als 24. über 400 m Hürden mit 51,10 Sekunden den Aufstieg.
Die stärksten Leistungen in der Diskus-Qualifikation zeigten der Litauer Mykolas Alekna mit 67,74 Meter und der Slowene Kristjan Ceh mit 67,52 Meter. Der Deutsche Henrik Janssen warf den Diskus auf 65,42 Meter und belegte den dritten Platz in der Qualifikation. Das Diskus-Finale findet am Donnerstag statt.

Source: sport.orf.at