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Verhandlung in der Elektroindustrie abgebrochen

Die Verhandlungen in der Elektro- und Elektronikindustrie sind aufgrund eines als respektlos empfundenen Angebots der Arbeitgeber ohne Einigung abgebrochen worden. Die dritte Verhandlungsrunde endete am 18. April 2023.

Details zur Verhandlung:

  • Die Gewerkschaften PRO-GE und GPA kritisieren das Angebot der Arbeitgeber.
  • Der nächste Verhandlungstermin wurde für den 18. Mai vereinbart.
  • Die Arbeitgeber warnen vor einem Stellenabbau von rund 3.400 Arbeitsplätzen bis Dezember 2025.

Die Gewerkschaften fordern eine Erhöhung der Löhne und Gehälter sowie Zulagen für die zweite und dritte Schicht. Die Elektroindustrie leitet traditionell die Frühjahrslohnrunde für rund 130.000 Industriebeschäftigte ein.

Im Vorjahr waren fünf Treffen notwendig, um eine Einigung zu erzielen. Die KV-Löhne und Mindestgrundgehälter wurden im Vorjahr um 3 Prozent erhöht.

Reinhold Binder von PRO-GE sagte: „Ein Prozent nach insgesamt drei Verhandlungsrunden anzubieten, ist respektlos.“ Wolfgang Hesoun von FEEI bezeichnete die Forderungen als realitätsfern, da die Arbeitnehmervertreter eine Erhöhung in Höhe der rollierenden Inflation von 3,3 Prozent erwarten.

Klar ist, dass die Gewerkschaften Maßnahmen zur Verschärfung der Verhandlungen planen. Diese sollen ab nächster Woche umgesetzt werden.