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Amazon eröffnet Logistiknetzwerk für Drittanbieter

Amazon eröffnet sein Logistiknetzwerk für externe Unternehmen und setzt damit etablierte Logistikdienstleister wie UPS und FedEx massiv unter Druck. Am 6. Mai 2026 startet das Unternehmen die ‚Amazon Supply Chain Services‘ (ASCS) in Reichersberg, Österreich.

Vor dieser Entwicklung nutzten Amazon-Verkäufer das Logistiknetzwerk der Plattform hauptsächlich für den Paketversand innerhalb von Amazon. Nun öffnet Amazon seine gewaltige interne Logistikmaschinerie für externe Kunden. Große Marken wie Procter & Gamble und 3M haben bereits Interesse gezeigt.

Das neue Angebot umfasst über 200 US-Verteilzentren, 80.000 Trailer und 100 Frachtflugzeuge. Analysten schätzen den Wert des Drittanbieter-Logistikmarktes auf über 1,3 Billionen US-Dollar. Nach der Ankündigung fielen die Aktien von UPS um fast 10 Prozent.

Wichtige Zahlen:

  • 181,5 Milliarden US-Dollar Nettoumsatz von Amazon im ersten Quartal
  • 234,25 Euro Jahreshoch der Amazon-Aktie
  • 21 Prozent Steigerung der Amazon-Aktie seit Januar

Die Eröffnung des Logistikzentrums in Reichersberg schafft etwa 1500 Arbeitsplätze. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf 500 Millionen Euro. Amazon zieht damit Parallelen zur Einführung seiner Cloud-Sparte AWS.

Laut Experten könnte dieser Schritt die Marktanteile von etablierten Anbietern wie DHL Supply Chain und Maersk Logistics erheblich beeinflussen. Amazon hat zudem angekündigt, dass es keine Logistik-Kundendaten für eigene Marktplatz-Entscheidungen nutzen wird.