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Sozialbetrug: 50-Jähriger aus Wiener Neustadt unter Verdacht

Ein 50-Jähriger aus Wiener Neustadt soll über Jahre hinweg Sozialhilfe bezogen haben, während er gleichzeitig Vermögenswerte verschleierte und zahlreiche Auslandsreisen unternahm. Die Ermittlungen gegen den Mann reichen bis mindestens April 2018 zurück. Der Verdacht besteht, dass er durch seine Betrugshandlungen einen Schaden von mehr als 100.000 Euro verursacht hat.

Doch nicht nur der 50-Jährige steht im Fokus der Ermittler. Ein Ehepaar aus Syrien wird ebenfalls schwerer Sozialbetrug vorgeworfen. Laut den Behörden soll das Paar Zuwendungen aus der Grundversorgung, vom AMS sowie Familienbeihilfe erschlichen haben.

Schaden durch Sozialbetrug:

  • Schaden des 50-Jährigen: mehr als 100.000 Euro
  • Schaden des Ehepaars: knapp 94.000 Euro
  • Erschlichene Sozialhilfe des Ehepaars: 66.000 Euro

Die Novelle des Sozialbetrugsbekämpfungsgesetzes trat am 1. Januar 2026 in Kraft. Diese Änderung erhöht die Haftung für Sozialversicherungsbeiträge bei Arbeitskräfteüberlassung von 25 auf 40 Prozent.

Edin Salihodzic, ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt, äußerte Bedenken über die neuen Regelungen: „Die neuen Regelungen treffen die Falschen“ und fügte hinzu: „Solange Projekte primär über den niedrigsten Preis vergeben werden, entsteht ein struktureller Druck entlang der gesamten Kette.“

Die Polizei geht davon aus, dass durch die Aufklärung dieser Fälle ein weiterer Schaden im hohen sechsstelligen Bereich verhindert werden konnte. Die Ermittlungen zeigen, wie ernst das Thema Betrug in Bezug auf Sozialleistungen genommen wird.