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Rudolf Taschner: Universität Wien sagt Ehrung ab

Die Universität Wien hat die Ehrung des Mathematikers Rudolf Taschner am 13. Mai 2026 aufgrund seiner umstrittenen Äußerungen zu gesellschaftspolitischen Themen abgesagt.

Taschner sollte das Goldene Doktordiplom erhalten, das an Absolventen 50 Jahre nach deren Promotion verliehen wird. Die Entscheidung fiel am 29. April und wurde als ideologisch motiviert wahrgenommen.

Taschner ist Professor an der Technischen Universität Wien und äußerte sich kritisch zu Gender Studies sowie Postcolonial Studies. Er bezeichnete den Klimawandel einmal als „Scheinproblem“ und kritisierte die Vergaberichtlinien des FWF.

Die Wiener ÖVP-Landespartei verteidigt Taschner und sieht die Absage als Angriff auf die Freiheit der Wissenschaft. „Es seien im Fall von Taschner Bedenken aufgrund seiner Äußerungen in Zusammenhang mit Evidenz, Autonomie und Freiheit der Wissenschaft vorgebracht worden“, sagte Stefan Krammer.

Nico Marchetti betonte, dass eine Universität ein Ort des offenen Diskurses sein müsse und nicht der „Gesinnungsprüfung“. Die Diskussion über diese Entscheidung wird weitergehen, da die Universität Wien aufgefordert wird, ihre Position zu überdenken.