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Qualzucht: EU verabschiedet Gesetz gegen Qualzuchten

Die EU hat mit einer klaren Mehrheit ein Gesetz verabschiedet, das Qualzuchten bei Hunden und Katzen verbietet und eine Chip-Pflicht einführt. Alle Hunde und Katzen müssen künftig einen Chip mit Angaben zur Herkunft tragen. Das Gesetz zielt darauf ab, die Zucht von Tieren mit gesundheitsschädlichen Merkmalen zu verhindern.

Wichtige Fakten:

  • Verstümmelungen wie das Abschneiden der Ohren und des Schwanzes sind nur noch aus medizinischen Gründen erlaubt.
  • Tiere mit übertriebenen Merkmalen dürfen nicht mehr gezüchtet werden.
  • Züchter, Händler und Tierheime haben vier Jahre Zeit, um die Chip-Pflicht umzusetzen.
  • Für private Halter gilt eine Übergangsfrist von zehn Jahren für Hunde und 15 Jahren für Katzen.
  • Das Gesetz soll EU-weite Mindeststandards für die Haltung von Haustieren festlegen.
  • Der illegale Handel mit Hunden und Katzen soll unterbunden werden.

Thomas Waitz vom Tierschutzbund bezeichnete den Tag als „Freudentag für Tierschutz“. Alexander Bernhuber erklärte: „Es ist ein großer Erfolg, dass wir etwa erreichen konnten, dass Katzen, die auf Bauernhöfen leben, von der Chip-Pflicht ausgenommen sind.“ Günther Sidl betonte: „Für die Halterinnen und Halter der Haustiere ändert sich nichts.“ Die Entscheidung des EU-Parlaments erhielt 558 Ja-Stimmen, während 35 Abgeordnete dagegen stimmten.

Trotz dieser Fortschritte gibt es Bedenken. Die Umsetzung des Gesetzes könnte in verschiedenen Mitgliedsstaaten unterschiedlich verlaufen. Beobachter erwarten jedoch eine positive Entwicklung in den Tierschutzstandards innerhalb der EU.