Orf: Israel stoppt Global Sumud Flotilla
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Orf: Israel stoppt Global Sumud Flotilla
Die israelische Marine hat erneut eine Flottille gestoppt, die Hilfsgüter in den Gazastreifen bringen wollte, was internationale Kritik auslöste. Die Global Sumud Flotilla bestand aus etwa 70 Schiffen und 1.000 Personen. Diese Flottille verstand sich auch als Protestaktion gegen die israelische Militärgewalt im Gazastreifen.
Am Hafen von Ierapetra auf Kreta trafen 30 Boote der Flottille ein. Doch die israelische Marine stoppte mehr als 20 Schiffe und nahm 175 Menschen fest. Griechenland erklärte sich bereit, die Festgenommenen aufzunehmen und ihre Rückreise zu ermöglichen.
Deutschland und Italien forderten Israel zur Achtung des Völkerrechts auf. Sie kritisierten die Seeblockade des Gazastreifens, die seit 2007 besteht. Aktivisten sehen in der Flottille eine Möglichkeit, auf die humanitäre Krise im Gazastreifen aufmerksam zu machen.
Im Vorjahr konnte eine ähnliche Flottille die Küste in Gaza nicht erreichen. Diese Flotte hatte nur 70 Seemeilen dem Gazastreifen genähert, bevor sie ebenfalls von der israelischen Marine gestoppt wurde. Damals wurden 300 Aktivisten festgenommen.
Die aktuelle Flottille umfasst auch Mediziner, Pädagogen und Experten für Menschenrechtsverletzungen. Kritiker argumentieren jedoch, dass diese Aktion mehr als Selbstdarstellung denn als humanitäres Hilfsprojekt angesehen wird.
Julian Schütter, ein österreichischer Ex-Skirennläufer, war unter den Festgenommenen im Vorjahr. Die Situation bleibt angespannt, während die internationale Gemeinschaft auf das Geschehen reagiert.
Die Flotte wird weiterhin beobachtet, da sie versucht, den Druck auf Israel zu erhöhen und auf die humanitäre Lage im Gazastreifen aufmerksam zu machen.