OMV reduziert Spritpreisbremse bei Diesel
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OMV reduziert Spritpreisbremse bei Diesel
Wie wirkt sich die Reduzierung der Spritpreisbremse durch die OMV auf die Dieselpreise in Österreich aus? Die OMV hat die Spritpreisbremse für Diesel von 5 Cent auf 2,8 Cent pro Liter gesenkt, was potenziell zu höheren Preisen an den Zapfsäulen führen könnte.
Die OMV beruft sich auf die aktuelle Marktsituation und die Notfallklausel in der Verordnung zur Gewinnspannenbegrenzung. Laut der OMV könnte dies dazu führen, dass Dieselpreise an vielen Zapfsäulen in Österreich um rund 2,5 Cent steigen.
Die Spritpreisbremse wurde ursprünglich eingeführt, um die Treibstoffpreise um 10 Cent pro Liter zu senken und die Teuerung zu dämpfen. Die Gewinnspannenbegrenzung trat am 2. April 2023 in Kraft und sollte die Verbraucher entlasten.
Die E-Control, die österreichische Energiebehörde, wird das Vorgehen der OMV prüfen. Diese Behörde hatte zuvor eine positive Zwischenbilanz über die Wirkung der Spritpreisbremse gezogen.
Ein wichtiger Aspekt ist, dass die OMV nicht nur ihre eigenen Tankstellen beliefert, sondern auch einen großen Teil des Marktes in Österreich abdeckt. Mehr als die Hälfte des Diesels in Österreich wird importiert, was die Versorgungssicherheit betrifft.
Die Reaktionen auf die Reduzierung der Spritpreisbremse sind gemischt. Klaus Seltenheim von der SPÖ bezeichnete die Weigerung der OMV, die Treibstoffpreise trotz klarer Vorgaben zu senken, als Skandal. Michael Schnedlitz von der FPÖ kritisierte die Preisbremse als „größten Murks dieser Regierung“.
Stefan Kaineder von den Grünen äußerte, dass die Preisbremse von Anfang an nicht durchdacht gewesen sei. Diese politischen Reaktionen zeigen die Spannungen zwischen den verschiedenen Parteien in Bezug auf die Energiepreise.
Die Dreitagesregel für Spritpreiserhöhungen ist am Montag ausgelaufen, was bedeutet, dass die OMV nun flexibler auf Marktveränderungen reagieren kann. Details bleiben unbestätigt.