Internationale Energieagentur warnt vor Kerosinmangel in Europa
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Internationale Energieagentur warnt vor Kerosinmangel in Europa
Die Internationale Energieagentur (IEA) warnt vor einem drohenden Treibstoffmangel in Europa. Am 16. April 2026 gab die IEA bekannt, dass die Vorräte an Flugbenzin in Europa möglicherweise nur noch für etwa sechs Wochen ausreichen.
Die aktuelle Lage ist besorgniserregend. Die Straße von Hormus ist wegen des Irankriegs praktisch blockiert. Diese Sperrung hat die größte Energiekrise ausgelöst, mit der wir je konfrontiert waren, erklärte Fatih Birol, der Direktor der IEA.
Europa importiert etwa 30 Prozent seines Bedarfs an Flugbenzin. Davon kommen 75 Prozent aus dem Nahen Osten. Die Raffineriekapazitäten in Europa sind in den vergangenen Jahren gesunken, was die Situation weiter verschärft.
Die Europäische Kommission arbeitet an einem Notfallplan gegen den drohenden Kerosinmangel. Die Lufthansa hat ebenfalls einen Notfallplan vorgelegt, um auf mögliche Kerosinengpässe zu reagieren. Bis zu 40 ältere Maschinen könnten am Boden bleiben, wenn der Mangel eintritt.
Details bleiben unbestätigt. Es gibt bisher keine Hinweise auf Treibstoffmangel, sagte eine Sprecherin der Europäischen Kommission. Dennoch warnte Birol davor, dass bald Flüge gestrichen werden könnten.
Die IEA bezeichnet die aktuelle Energiekrise als die größte, mit der wir je konfrontiert waren. Diese Einschätzung verdeutlicht das Ausmaß der Herausforderungen für den europäischen Luftverkehr und die gesamte Wirtschaft.
Die genauen Auswirkungen der Kerosin-Knappheit auf den Flugverkehr sind unklar. Die Situation könnte sich in den nächsten Wochen ändern, abhängig von der Öffnung der Straße von Hormus.
Katherina Reiche betonte: „Kerosin wird übrigens auch in deutschen Raffinerien produziert.“ Doch ob dies ausreicht, um den Bedarf zu decken, bleibt abzuwarten.