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Hantavirus-Ausbruch auf Kreuzfahrtschiff führt zu Todesfällen

Ein Ausbruch von Hantavirus-Infektionen auf einem Kreuzfahrtschiff hat drei Todesopfer gefordert. Die Gesundheitsbehörden sind alarmiert, da das Hantavirus hauptsächlich von Nagetieren auf Menschen übertragen wird.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gab bekannt, dass sie sich mit den nationalen Behörden und dem Schiffsbetreiber abstimmt, um den Ausbruch einzudämmen. An Bord des Kreuzfahrtschiffs Hondius befanden sich 150 Passagiere.

Die Inkubationszeit beträgt etwa ein bis acht Wochen nach der Ansteckung. Frühe Symptome ähneln oft einer Grippe, darunter Fieber, Müdigkeit, Muskelschmerzen und Kopfschmerzen.

Schwere Symptome:

  • Das Hantavirus-Lungen-Syndrom (HLS) kann Atemnot und Flüssigkeit in der Lunge verursachen.
  • Die Sterblichkeitsrate kann bei einigen Formen des Virus bis zu 40 Prozent oder mehr betragen.
  • Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist äußerst selten, wurde aber beim Andes-Virus beobachtet.

Die WHO warnte vor der Infektionsübertragung durch direkten Kontakt mit kontaminierten Materialien. Die Behandlung von Hantavirus-Infektionen ist symptomatisch und es gibt keinen spezifischen Impfstoff.

Marton Szell erklärte: „Das Andes-Virus ist das einzige Hantavirus, das von Mensch zu Mensch übertragen werden kann.“ Die Krankheit erlangte größere öffentliche Aufmerksamkeit, nachdem Betsy Arakawa an einem Hantavirus-Lungen-Syndrom starb.

Noch bleibt unklar, ob die Ansteckung zu Beginn der Reise oder auf dem Schiff selbst erfolgte. Die genaue Virusvariante, die den Ausbruch verursacht hat, ist noch nicht bestätigt.