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Grundwasserkrise in Österreich

Österreich erlebt eine alarmierende Grundwasserkrise, die durch extreme Trockenheit und Rekordtiefstände in den Messstellen gekennzeichnet ist. Das Grundwasser ist alarmierend niedrig. In fünf der letzten sechs Monate gab es zu wenig Niederschlag.

Rund 70 Prozent der Messstellen in ganz Österreich sind auf einem niedrigen oder sehr niedrigen Niveau. Besonders betroffen sind die Regionen Salzburg und Niederösterreich. An jeder vierten Messstelle in Salzburg wurden Ende April Rekordtiefstände gemessen.

Wichtige Fakten:

  • Die beiden Messstellen mit sehr niedrigem Wasserstand liegen auf dem niedrigsten Niveau, das je Ende April gemessen wurde.
  • In Niederösterreich gibt es 44 Messstellen, davon haben 29 einen niedrigen Wasserstand.
  • In Salzburg wurden 25 Messstellen mit Rekordtiefständen erfasst.
  • Die Pegelstände liegen 30-40 Zentimeter unter dem 10-Jahres-Mittel.

Die anhaltende Trockenheit hat Auswirkungen auf die Wälder, die unter Borkenkäferbefall leiden. Die Trinkwasserversorgung in Salzburg ist durch tiefe Brunnen und Quellen meist gesichert, aber der Druck auf die Reserven steigt.

Sebastian Theissing-Matei von Greenpeace äußerte sich besorgt: „Unsere Natur trocknet aus. Das ist keine Ausnahme mehr, sondern die neue Realität.“ Die Niederschläge fielen teilweise nur auf ein Drittel des langjährigen Durchschnitts.

Diese Entwicklung stellt nicht nur eine Herausforderung für die Wasserversorgung dar, sondern auch für den Waldschutz und den Umgang mit Schädlingen wie dem Borkenkäfer. Der Druck auf die Wasserentnahme-Register wird zunehmen, wenn sich die Situation weiter verschärft.