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Georg Baselitz verstorben: Einflussreicher Künstler der deutschen Nachkriegskunst

Georg Baselitz, ein provokanter und einflussreicher Künstler, ist im Alter von 88 Jahren verstorben, nachdem er die Kunstwelt mit seinen auf dem Kopf stehenden Bildern revolutioniert hatte. Er wurde am 23. Jänner 1938 in Deutschbaselitz geboren und zählt zu den bedeutendsten deutschen Künstlern der Nachkriegszeit.

Baselitz entwickelte in den späten 1960er Jahren das Markenzeichen, Bilder auf dem Kopf zu malen. Sein erstes Umkehrbild entstand 1969. Seine Werke wurden in den wichtigsten Museen weltweit ausgestellt, darunter das Kunsthistorische Museum und die Biennale Venedig.

Er lebte seit 2013 in Salzburg und hatte die österreichische Staatsbürgerschaft angenommen. Vor seinem Umzug nach Österreich war er ein zentraler Bestandteil der Kunstszene der 1960er Jahre. Dort sorgten seine Holzskulpturen und Bilder oft für Kontroversen.

Wichtige Ereignisse in Baselitz‘ Karriere:

  • 2004 erhielt er den japanischen Preis Praemium Imperiale.
  • 2019 wurde er in die Akademie der bildenden Künste in Paris gewählt.
  • 2023 feierte er seinen 85. Geburtstag mit mehreren großen Ausstellungen.

Baselitz malte zuletzt auf Goldgrund, was Göttlichkeit symbolisiert. Er war bekannt für seine provokanten und oft grotesken Darstellungen. „Ich wollte malen, was noch nie gemalt worden war“, sagte er einmal.

Seine Arbeiten reflektieren eine zerstörte Ordnung und Gesellschaft. „Ich bin in eine zerstörte Ordnung hineingeboren worden“, äußerte Baselitz über seine Kindheit. Seine Werke bleiben ein bedeutender Teil der deutschen Nachkriegskunst und beeinflussen weiterhin viele Künstler weltweit.