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Florentina Holzinger und die Kunstbiennale in Venedig

Die Kunstbiennale in Venedig steht vor einem Scherbenhaufen, nachdem die Jury geschlossen zurückgetreten ist. Florentina Holzinger wird den historischen Josef-Hoffmann-Pavillon in Venedig bespielen.

Die Ausstellung „Seaworld Venice“ findet vom 9. Mai bis 22. November 2026 statt. Holzinger inszeniert ein aktionistisches „Pfingstspiel“ im Rahmen der Wiener Festwochen.

In ihrem aktuellen Horror-Musical „A Year Without Summer“ verbindet Holzinger Schmerz, Scheiße und KI-Pflege im Alter mit einem historischen Vulkanausbruch. Sie kritisierte den Körper als Spektakel und Selbstdisziplinierung im klassischen Ballett in ihrer „Tanz“-Trilogie.

Ihre kirchenkritische Interpretation der Oper von Paul Hindemith sorgte für Erste-Hilfe-Einsätze und Entsetzen. Die Jury der Kunstbiennale trat geschlossen zurück, was zu einem Chaos führte.

Die Biennale wird von zwei Todesfällen überschattet: Koyo Kouoh starb mit 57 Jahren und Henrike Naumann mit 41. Die Goldenen Löwen werden erst am Ende der Biennale im November vergeben.

Holzinger ist beeinflusst von der Performancekunst der 1960er-Jahre und dem Wiener Aktionismus. Triggerwarnungen haben etwas mit Respekt zu tun, sagte sie.

Gideon Saar betonte, dass die Botschaft klar sei: In der Kulturwelt sei kein Platz für Politik, Boykotte oder Antisemitismus. Die Biennale steht im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg und dem Umgang mit Russland und Israel.