Dunkelflaute in Österreich: Winter 2025/26 bringt massive Herausforderungen
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Dunkelflaute in Österreich: Winter 2025/26 bringt massive Herausforderungen
The numbers
Am 3. April 2026 wurde bekannt, dass der Winter 2025/26 einer der trübsten in der Geschichte Österreichs war, was zu einer signifikanten Dunkelflaute führte. Diese Situation hatte massive Auswirkungen auf die Stromversorgung des Landes, insbesondere in den Bundesländern Salzburg und Tirol.
In der Zeitspanne von Oktober bis Februar herrschte an jedem zweiten Tag Dunkelflaute, was die Abhängigkeit von Stromimporten verstärkte. Im Februar musste Österreich insgesamt 997 GWh Strom aus dem Ausland beziehen. Besonders auffällig war der Import-Saldo am 1. Februar, der mit 106 GWh einen neuen historischen Tagesrekord darstellte. In nur zwei Tagen konnte Österreich bilanziell Strom exportieren, was die prekäre Lage verdeutlicht.
Die Erzeugung aus erneuerbaren Energien, die normalerweise einen stabilen Beitrag zur Stromversorgung leistet, brach um knapp 40 Prozent ein. Dies führte dazu, dass die Erzeugung aus erneuerbaren Energien lediglich rund 64 Prozent des gesamten Bedarfs deckte. Die Windkraft lieferte zwar Mitte Februar Rekordwerte, konnte jedoch die allgemeinen Defizite nicht ausgleichen.
Die Austrian Power Grid (APG) plant für 2026 eine Investitionsoffensive von 680 Millionen Euro in das Netz, um die Herausforderungen der Dunkelflaute besser bewältigen zu können. Bis 2034 sollen insgesamt rund 9 Milliarden Euro investiert werden, um die Infrastruktur zu modernisieren und die Netzstabilität zu gewährleisten. Bereits in diesem Jahr beliefen sich die Kosten für die Netzstabilität auf 6,4 Millionen Euro.
Die Dunkelflaute unterstreicht die Notwendigkeit von Reservekraftwerken, um die Stromversorgung auch in Zeiten geringer Erzeugung aus erneuerbaren Quellen sicherzustellen. Gerhard Christiner, ein Sprecher der APG, betonte: „Die Dunkelflaute unterstreicht das Erfordernis von Stromimporten und die zentrale Rolle von Gaskraftwerken in der Absicherung.“
Die Entwicklungen im Winter 2025/26 haben nicht nur die aktuelle Energiepolitik Österreichs beeinflusst, sondern auch langfristige Strategien zur Sicherstellung der Energieversorgung in einem sich wandelnden Klima angestoßen. Die Abhängigkeit von externen Stromquellen könnte in den kommenden Jahren weiter zunehmen, wenn keine nachhaltigen Lösungen gefunden werden.
Details remain unconfirmed.