Wien: Austria hadert nach VAR-Entscheidung und Ligafehlstart
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Wien: Austria hadert nach VAR-Entscheidung und Ligafehlstart
By Thomas Gruber — 10 August 2026 — 3 min read
Nach der jüngsten 0:2-Niederlage gegen den LASK äußerten sich Trainer Stephan Helm und Routinier Aleksandar Dragović kritisch zu einer VAR-Entscheidung, die zu einem aberkannten Führungstreffer führte. Die Austria bleibt nach zwei Runden ohne Punkte in der Liga, während der LASK seinen erfolgreichen Saisonstart fortsetzt.
VAR-Entscheidung sorgt für Unmut
Die Austria sah einen frühen Führungstreffer durch Ibrahim Buhari aberkannt, nachdem der VAR eine vermeintliche Abseitsstellung von Vorlagengeber Lee Tae-Seok festgestellt hatte. Diese Entscheidung in der 12. Minute sorgte für erheblichen Unmut bei den Verantwortlichen der Austria.
Trainer Stephan Helm zeigte sich frustriert über die VAR-Entscheidung. Er betonte, dass die kalibrierte Abseitslinie schwer zu akzeptieren sei. Auch Aleksandar Dragović, der in der Schlussphase mit Rot vom Platz gestellt wurde, äußerte sich kritisch. Er berichtete, von mehreren Personen gehört zu haben, dass es sich um einen Skandal handelte, und forderte, dass sich „Fußball-Österreich“ Gedanken über die regelmäßigen VAR-Diskussionen machen sollte.
Dragović, der nach einem Handspiel in der Schlussphase des Spiels die Rote Karte sah, kritisierte die VAR-Entscheidungen generell. Er merkte an, dass es Woche für Woche Diskussionen über den VAR gebe und dass er müde sei, darüber zu sprechen. Er fügte hinzu, dass das bessere Team an diesem Tag nicht gewonnen habe, sondern das glücklichere.
Auch LASK-Kapitän Sascha Horvath, der früher selbst bei der Austria spielte, kommentierte die strittige Situation und meinte, dass der LASK sein Glück für diese Saison aufgebraucht habe.
Leistung und Ausblick der Austria
Trotz der Niederlage und des aberkannten Tores sah Stephan Helm eine Leistungssteigerung seiner Mannschaft. Er sprach davon, dass die Leistung „über weite Strecken“ in die richtige Richtung gegangen sei und dass es möglich gewesen wäre, mehr aus dem Spiel mitzunehmen. Er räumte jedoch ein, dass man gegen den LASK noch genauer sein müsse, um Großchancen zu verwerten.
Routinier Reinhold Ranftl zeigte sich ebenfalls selbstkritisch bezüglich der null Punkte, die er als „zu wenig für unsere Ansprüche“ bezeichnete. Er betonte jedoch, dass man nicht zu früh auf die Tabelle schauen sollte, da die Austria in der Vergangenheit oft Probleme zu Saisonbeginn hatte. Ranftl äußerte die Überzeugung, dass die Mannschaft ihre Punkte machen und sich im Laufe der Saison weiterentwickeln werde.
Für das bevorstehende Rückspiel im Conference League Qualifikations-Play-off gegen Beitar Jerusalem am Donnerstag, bei dem das Ticket für das Quali-Play-off vergeben wird, sieht Ranftl die Möglichkeit, Selbstvertrauen mitzunehmen. Er ist der Ansicht, dass die Mannschaft gezeigt hat, dass sie mit dem Meister mithalten kann.
Die Austria hatte drei Tage vor dem Spiel gegen den LASK einen 2:1-Sieg über Beitar Jerusalem erzielt. Trotz der personell stark durchrotierten Aufstellung im Ligaspiel zeigte sich die Mannschaft bemüht.
LASK setzt erfolgreichen Start fort
Der Titelverteidiger LASK setzte seinen erfolgreichen Bundesliga-Auftakt mit dem 2:0-Erfolg gegen die Austria Wien fort. Nach zwei Spieltagen steht der LASK mit zwei Siegen und einem 5:0-Torverhältnis an der Tabellenspitze.
Trainer Dietmar Kühbauer zeigte sich nach dem Sieg zwar zufrieden mit dem Ergebnis, forderte aber dennoch eine Leistungssteigerung von seiner Mannschaft. Er betonte, dass man es besser machen könne und müsse, und dass die Mannschaft „auf Zug bleiben“ müsse.
LASK-Tormann Lukas Jungwirth, der im Spiel kaum gefordert war, stimmte dem zu. Er merkte an, dass sich die Mannschaft um die Zeit des Abseitstors zu sehr auf den Ballbesitz verlassen habe und bei den Umschaltmomenten der Austria nicht klar genug im Kopf gewesen sei. Er fügte hinzu, dass man am Ende des Spiels klarer sein müsse, da dies gegen andere Gegner bestraft werden könnte.
Der LASK blickt nun dem OÖ-Derby am Freitag und dem Champions-League-Qualifikations-Play-off-Hinspiel gegen Celtic Glasgow am 19. August entgegen.
Die Diskussionen um den VAR und die Leistung der Schiedsrichter sind in der Bundesliga ein wiederkehrendes Thema. Aleksandar Dragović betonte, dass man Woche für Woche darüber diskutiere und dass sich „Fußball-Österreich“ Gedanken darüber machen sollte.
Die Austria muss sich nun auf das Heimrückspiel gegen Beitar Jerusalem am Donnerstag konzentrieren, um das Ticket für das Conference League Qualifikations-Play-off zu sichern.
Source: derstandard.at