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USV Neulengbach: Insolvenz und Lizenzentzug für die kommende Saison

Wird der USV Neulengbach in der kommenden Saison in der Frauen-Bundesliga spielen können? Die Antwort ist klar: Der Verein wird keine Lizenz für die kommende Saison erhalten und hat bereits einen Insolvenzantrag beim Landesgericht St. Pölten eingebracht.

Der USV Neulengbach, der 1923 gegründet wurde und in der Vergangenheit mit zwölf Meistertiteln und zehn Cupsiegen glänzte, hat in den letzten Jahren mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen. Die erste Frauenmannschaft wurde in den 1990er Jahren gegründet und der Verein galt lange Zeit als die Nr. 1 im österreichischen Frauenfußball.

Aktuell hat der Verein seit längerem keine Gehälter mehr bezahlt, was die wirtschaftliche Basis weiter schwächt. Der Abstieg des USV Neulengbach ist bereits fix, und die Chancen auf eine Rettung in letzter Minute gehen gegen null. Am 8. April wird der Bundesliga-Senat 5 über die Spielgenehmigungen entscheiden.

Wolfgang Süss, ein Verantwortlicher des Vereins, äußerte sich zu der Situation: „Da ist es das vorrangige Ziel, dass sie weiter Fußball spielen können“. Trotz der schwierigen Umstände gibt es von Seiten der Mannschaft positive Signale, was auf einen Willen zur Fortsetzung des Spielbetriebs hinweist.

Die Insolvenz des USV Neulengbach markiert das Ende einer Ära. Der Verein war vor seiner Insolvenz der erfolgreichste Frauenfußball-Verein Österreichs. Die Zeit der Dorfklubs und regionalen Spielgemeinschaften ist auch in der österreichischen Frauenfußballbundesliga vorbei, was die Herausforderungen für kleinere Vereine weiter verstärkt.

Details bleiben unbestätigt, aber die Situation des USV Neulengbach wirft Fragen über die Zukunft des Vereins und die Entwicklung des Frauenfußballs in Österreich auf.