Umberto Bossi verstorben: Wegbereiter des italienischen Rechtspopulismus
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Umberto Bossi verstorben: Wegbereiter des italienischen Rechtspopulismus
Umberto Bossi ist am Donnerstag im Alter von 84 Jahren gestorben. Er war der Gründer der italienischen Regierungspartei Lega und bis zu seinem Tod Senator.
Bossi hatte 2004 einen Hirnschlag erlitten, der ihn teilweise lähmte. Trotz gesundheitlicher Rückschläge blieb er eine einflussreiche Figur in der italienischen Politik.
In den 1980er Jahren gründete er die Autonomiebewegung Lega Autonomista, die später zur Lega Nord und schließlich zur rechtspopulistischen Lega wurde. Unter seiner Führung entwickelte sich die Partei zu einer der stärksten Kräfte im rechten Lager Italiens, insbesondere nach den Wahlen 2018.
Im Jahr 2012 musste Bossi aufgrund eines Finanzskandals als Parteichef zurücktreten. Er wurde zu einer Haftstrafe von einem Jahr und zehn Monaten verurteilt, was seine politische Karriere stark beeinträchtigte.
Italiens Präsident Sergio Mattarella würdigte Bossi als „aufrichtigen Demokraten“ und betonte seinen Einfluss auf die italienische Politik. Giorgia Meloni, die derzeitige Ministerpräsidentin, schrieb, Bossi habe „grundlegenden Anteil“ an der Entstehung der ersten Mitte-Rechts-Koalition in Italien.
Bossi gilt als einer der Wegbereiter des europäischen Rechtspopulismus. Sein politischer Aufstieg begann in den 1980er Jahren mit der autonomistischen „Lega Lombarda“.
Details bleiben unbestätigt, was die genauen Umstände seines Todes betrifft. Beobachter erwarten, dass sein Einfluss auf die italienische Politik weiterhin diskutiert wird.