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Schufa: Reform der Bonitätsbewertung in Deutschland

Am 17. März 2026 wird die Schufa, Deutschlands größte Auskunftei, ihre Berechnungsmethode für den Bonitätsscore grundlegend reformieren. Diese Änderung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Transparenz in der Bonitätsbewertung zunehmend gefordert wird. Die Schufa war in der Vergangenheit oft als „Blackbox“ kritisiert worden, da die Kriterien zur Berechnung des Scores für viele Verbraucher undurchsichtig waren.

Die neue Methode sieht vor, dass es ab sofort nur noch einen Branchenscore anstelle von sechs verschiedenen Scores geben wird. Dieser neue Score wird in Punkten von 100 bis 999 angegeben. Die Berechnung basiert auf zwölf Kriterien, was eine erhebliche Reduzierung im Vergleich zu den vorherigen 100 Kriterien darstellt. Diese Vereinfachung soll die Nachvollziehbarkeit der Score-Berechnung erhöhen und den Verbrauchern mehr Klarheit bieten.

Eine der wichtigsten Änderungen ist, dass 83 Prozent der Verbraucher in derselben Scoreklasse bleiben werden. Dies bedeutet, dass die meisten Menschen von der Reform nicht negativ betroffen sein sollten. Der neue Score wird ab dem 17. März 2026 im Schufa-Account einsehbar sein, was den Verbrauchern die Möglichkeit gibt, ihre Bonitätsdaten regelmäßig zu überprüfen.

Die Schufa aktualisiert ihre Daten nun quartalsweise, was eine häufigere und aktuellere Anpassung der Scores ermöglicht. Die Verbraucherzentrale empfiehlt, regelmäßig die gespeicherten Daten abzufragen, um sicherzustellen, dass alle Informationen korrekt sind. Stefanie Hubig, eine Expertin auf dem Gebiet, betont, dass ohne gute Bonitätsdaten der Abschluss von Verträgen, wie etwa Handy- oder Mietverträgen, oft schwierig sei.

Was Beobachter sagen

Die Reform wird von vielen als Schritt in die richtige Richtung angesehen. Die Verbraucherzentrale NRW spricht von einer „jahrelang geforderten Öffnung der Blackbox“ und hebt hervor, dass die Transparenz zur rechten Zeit kommt. Dennoch bleibt die Verantwortung für die Korrektur falscher Daten weiterhin beim Verbraucher, was einige Kritiker als problematisch ansehen.

Insgesamt sind etwa 68 Millionen Menschen in Deutschland von der Schufa erfasst, und rund 11.000 Firmenkunden nutzen die Schufa-Werte für ihre Entscheidungen. Die neue Score-Berechnung könnte somit weitreichende Auswirkungen auf die Kreditvergabe und die finanziellen Möglichkeiten der Verbraucher haben.

Die maximale Punktzahl für Verbraucher, die keine Zahlungsausfälle haben, liegt bei 264 Punkten. Zudem können Verbraucher für eine erfolgreiche Identitätsprüfung bis zu 38 Punkte erhalten. Diese neuen Kriterien könnten dazu beitragen, dass Verbraucher, die bisher Schwierigkeiten hatten, einen Kredit zu erhalten, nun bessere Chancen haben.

Die Schufa-Reform ist ein bedeutender Schritt in der Entwicklung des deutschen Finanzsystems. Die Veränderungen könnten nicht nur die Transparenz erhöhen, sondern auch das Vertrauen der Verbraucher in die Bonitätsbewertung stärken. Details bleiben unbestätigt, aber die Auswirkungen dieser Reform werden in den kommenden Monaten genau beobachtet werden.