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Schiff MS Ana versenkt: Unklarheiten um den Vorfall

Am Ostermontag wurde die Feuerwehr in Wien alarmiert, nachdem nur noch die Mastspitze des ältesten Passagierschiffs auf der Donau, der MS Ana, aus dem Wasser ragte. Das Schiff, das 1894 erbaut wurde, hat einen geschätzten Wert von 100.000 Euro und ist Teil des Wiener Schiffmuseums, das auch die MS Ana umfasst.

Franz Scheriau, der Betreiber des Schiffmuseums, erstattete Anzeige bei der Polizei wegen des Versinkens seines Schiffs. Er äußerte den Verdacht, dass das Schiff mutwillig versenkt wurde. „Das Schiff habe kein Loch, es könne nicht von selbst gesunken sein“, erklärte Scheriau.

Die Schifffahrtsaufsicht hingegen deutet auf einen technischen Defekt als mögliche Ursache für das Sinken hin. „Ein technischer Defekt soll zum Untergang geführt haben“, so die Behörde. Details bleiben unbestätigt.

Die Feuerwehrtaucher haben bisher die Fähre Novara, die auf einen Wert von rund 30.000 Euro geschätzt wird, nicht finden können. Diese Fähre war ebenfalls in der Nähe des Vorfalls und könnte mit dem Sinken der MS Ana in Verbindung stehen.

Die MS Ana wurde schließlich von der Feuerwehr geborgen und auf den Treppelweg gehoben. Scheriau betont die Bedeutung des Schiffs für das Museum und die lokale Geschichte.

Der Vorfall hat nicht nur Auswirkungen auf Scheriau und sein Museum, sondern wirft auch Fragen zur Sicherheit und Überwachung der Schifffahrt auf der Donau auf. Die Unklarheiten über die genaue Ursache des Sinkens könnten weitreichende Folgen für die Schifffahrtsbranche haben.

Die Ermittlungen dauern an, und die Behörden prüfen sowohl die Möglichkeit eines technischen Defekts als auch die mutwillige Versenkung des Schiffs. Die Situation bleibt angespannt, während die Verantwortlichen versuchen, Licht ins Dunkel zu bringen.

Insgesamt bleibt abzuwarten, welche weiteren Informationen ans Licht kommen und wie sich der Vorfall auf die Schifffahrt in Wien auswirken wird.