Romed baumann: Ein Abschied von einer Legende des Skisports
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Romed baumann: Ein Abschied von einer Legende des Skisports
Fast 22 Jahre nach dem ersten Auftritt von Baumann im Weltcup – damals noch für Österreich – und nach über 400 Teilnahmen an Weltcups, Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen neigt sich eine der längsten Karrieren in der Geschichte des Skisports dem Ende zu.
Der Rücktritt von Romed Baumann, dem Vizeweltmeister im Super-G von 2021, war bereits abzusehen. In dieser Saison gelang es dem erfahrenen Athleten nicht, sich einmal unter die besten 15 zu platzieren. Daher blieb ihm die Teilnahme an den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina verwehrt.
Romed Baumann beendet seine Laufbahn mit einem Rekord. Der 40-jährige Skirennfahrer aus Deutschland hat seinen Rücktritt vom Wettkampfsport bekannt gegeben und verabschiedet sich mit einer bemerkenswerten Leistung: Mit insgesamt 167 Abfahrtsstarts hält er nun einen neuen Rekord.
Rekordmeister in der Abfahrt
Bei der Abfahrt am Samstag sicherte sich Baumann einen Platz in den Geschichtsbüchern. Mit seinem 167. Start in einer Weltcup-Abfahrt übertraf er den bisherigen Rekordhalter Kristian Ghedina aus Italien. Das Rennen konnte Baumann nicht beenden, da er kurz vor dem Ziel abbrach.
GEPA/Romed Baumann
„Ich habe mir nicht mehr zugetraut“, berichtete der Familienvater – er wollte kein Risiko eingehen. Auf die Frage, ob das ein Hinweis auf einen Rücktritt sei, entgegnete er: „Das kann ich nicht sagen. Lassen wir uns überraschen …“ Einen Tag später fiel schließlich die Entscheidung.
Wechsel der Nation und Silbermedaille bei der WM
Im März 2004 trat Baumann erstmals im Weltcup an. Für das österreichische Team erzielte er in den folgenden Jahren zwei Siege sowie acht weitere Podestplätze und sicherte sich 2013 die WM-Bronzemedaille in der Kombination.
GEPA/Harald Steiner
Im Jahr 2019 trat der vielseitige Athlet dem Deutschen Skiverband (DSV) bei, wo man nach anfänglichen Bedenken schnell von dem Nationenwechsler überzeugt war. Baumann erzielte 2021 mit einer Silbermedaille im Super-G seinen größten Triumph. Zudem gab es vor etwa drei Jahren eine weitere Podestplatzierung im Weltcup.
Baumann wurde zuletzt in der deutschen Speed-Mannschaft nicht nur für seine persönlichen Erfolge, sondern auch als Mentor für jüngere Athleten wie Simon Jocher und den derzeit verletzten Luis Vogt hoch geschätzt.