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Porzellan: Entdeckung eines wertvollen Stücks in Ribe, Dänemark

In Ribe, Dänemark, hat ein Antiquitätenhändler kürzlich eine Kiste mit Porzellan für 500 Kronen erworben. Bei der Durchsicht des Inhalts stieß er auf einen Teller aus der königlichen Serie „Flora Danica“, der als eines der exklusivsten dänischen Porzellanmuster gilt.

Flora Danica wurde seit dem späten 18. Jahrhundert für Hof- und Staatsgeschenke gefertigt und ist bekannt für ihre künstlerische Qualität. Der Wert des entdeckten Stücks wird auf über 800.000 Kronen geschätzt, was die Bedeutung dieser Entdeckung unterstreicht.

Die Augarten-Manufaktur in Österreich, die 30 Mitarbeiter in der Porzellanproduktion beschäftigt, hat ebenfalls einen hohen Exportanteil, insbesondere in die USA und Japan. Ein Teeservice von Augarten kostet rund 200.000 Euro und zeigt die Wertschätzung für hochwertiges Porzellan.

In Österreich liegt der Anteil von Porzellanfiguren am Umsatz bei 20 Prozent, was die anhaltende Nachfrage nach solchen Kunstwerken verdeutlicht. Stephanie Lamezan-Salins, eine Expertin auf diesem Gebiet, betont: „Porzellan als reines Statussymbol, das gibt es heute nicht mehr. Es ist nunmehr eine bewusste Entscheidung für Handwerk, Qualität und Design.“

Die ungarische Porzellanmanufaktur Herend, die rund 16.000 Formen und Millionen von Variationen bietet, zeigt in einer aktuellen Ausstellung 15 Porzellanobjekte und rund 60 historische Fotografien. Diese Vielfalt und die künstlerische Qualität der Objekte tragen zur Faszination des Porzellans bei.

Birgitte Hald, eine Expertin für dänisches Porzellan, äußerte sich zu dem Wert des entdeckten Stücks: „Mit der Erhaltung, der vermuteten Herkunft und der künstlerischen Qualität ist dieses Niveau nicht unrealistisch.“

Die Entdeckung in Ribe wirft Fragen zur Wertschätzung und zum Erhalt von Porzellan auf, insbesondere in einer Zeit, in der handwerkliche Qualität und Design zunehmend geschätzt werden. Details bleiben unbestätigt.