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OMV: Neues Chemie-Joint-Venture mit ADNOC

Was bedeutet die Gründung eines 60-Milliarden-Dollar-Chemie-Joint-Ventures zwischen OMV und ADNOC für die Zukunft des Unternehmens? Die Antwort lautet, dass OMV seine Position im globalen Chemiesektor erheblich stärken wird.

OMV hat die Führung für das Joint-Venture benannt, das die rechtliche Verschmelzung der Petrochemie-Sparten bis Ende des Monats abschließen soll. Roger Kearns wird an der Spitze der neuen Borouge Group International AG stehen.

Zusätzlich erhält OMV 325.000 Tonnen Rohöl zur Verarbeitung, was die Produktionskapazitäten des Unternehmens weiter erhöht. Die OMV-Aktie notiert derzeit nahe ihrem Jahreshöchststand mit einem Schlusskurs von 61,30 Euro, was einem Wertzuwachs von 26,71 Prozent seit Jahresbeginn entspricht.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das Neptun Deep-Projekt im Schwarzen Meer, das geschätzte 100 Milliarden Kubikmeter förderbares Gas umfasst. Das erste Gas aus diesem Projekt soll 2027 gefördert werden, und sowohl Deutschland als auch Ungarn haben bereits Interesse an diesem Gas signalisiert.

Robert Fico, der slowakische Ministerpräsident, äußerte: „Wir haben unser Interesse bekundet und gesagt, dass die Slowakei anbietet, die bestehende Infrastruktur zu nutzen, falls Rumänien beabsichtigt, dieses Gas außerhalb seines eigenen Staatsgebiets zu exportieren – also nicht nur für den eigenen Verbrauch zu nutzen.“

Die EU plant, die Einfuhr russischen Gases bis Ende 2027 einzustellen, was die Bedeutung von Projekten wie Neptun Deep erhöht. Die Entwicklungen in der Energiepolitik könnten somit auch die strategischen Entscheidungen von OMV beeinflussen.

Die kommenden Monate werden entscheidend sein, um zu beobachten, wie sich das Joint-Venture mit ADNOC entwickelt und welche weiteren Schritte OMV in Bezug auf das Neptun-Projekt unternimmt. Details bleiben unbestätigt.