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Noelia Castillo: Jüngste Person in Spanien, die aktive Sterbehilfe in Anspruch nahm

Noelia Castillo starb am 26. März 2023 im Sant Camil Krankenhaus in Barcelona auf eigenen Wunsch. Mit nur 25 Jahren war sie die jüngste Person in Spanien, die aktive Sterbehilfe in Anspruch nahm, eine Entscheidung, die auf eine Querschnittlähmung zurückzuführen war, die sie nach einem Suizidversuch im Jahr 2022 erlitten hatte.

Aktive Sterbehilfe ist in Spanien seit 2021 erlaubt, was zu intensiven Debatten über die ethischen und moralischen Implikationen solcher Entscheidungen geführt hat. Der Antrag von Castillo auf Sterbehilfe wurde im Sommer 2024 von den zuständigen Behörden in Katalonien genehmigt.

Castillos Vater versuchte, die Sterbehilfe mit Unterstützung des Verbandes Christlicher Anwälte zu verhindern. Alle rechtlichen Beschwerden wurden jedoch von den Gerichten, einschließlich des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte, zurückgewiesen.

Vor ihrem Tod verabschiedete sich Noelia Castillo von ihrer Familie und Freunden und äußerte den Wunsch, endlich zu gehen und zu leiden aufzuhören. Sie sagte: „Ich kann nicht mehr mit all dem, was mich in meinem Kopf quält, was ich erlebt habe.“

Am Tag ihrer Sterbehilfe versammelten sich Menschen vor dem Krankenhaus zu einer Protestkundgebung. Die Spanische Bischofskonferenz äußerte Bedauern über den Fall und kritisierte die Darstellung des Todes als Lösung für Leid. Luis Argüello, ein Sprecher der Bischofskonferenz, erklärte: „Heute in Spanien wird der Tod als Lösung für Leid dargestellt.“

Die Sprecherin der konservativen Volkspartei, Ester Muñoz, bezeichnete den Fall als „absolutes Drama“ und war „total erschüttert“ über die Umstände von Castillos Entscheidung.

Die Diskussion über aktive Sterbehilfe in Spanien wird weiterhin von emotionalen und ethischen Fragen begleitet, insbesondere in Fällen, die psychische Leiden betreffen. Details bleiben unbestätigt.