Negative Strompreise erreichen historischen Tiefststand
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Negative Strompreise erreichen historischen Tiefststand
Am 1. Mai 2026 erreichten die Strompreise an der Börse mit minus 499,99 Euro je MWh einen historischen Tiefststand. Dieser Rückgang überrascht viele Marktbeobachter, da negative Strompreise zuvor als selten galten.
Die Situation änderte sich jedoch dramatisch. Am vorigen Wochenende fielen die Preise bis auf minus 480 Euro je MWh. Im April 2026 lagen die Preise an der Strombörse mehr als 120 Stunden im Minus.
Negative Strompreise entstehen, wenn das Angebot die Nachfrage übersteigt. Am Sonntag zwischen 14 und 15 Uhr betrug die Netzlast rund 43 Gigawatt, während Wind und Sonne etwa 40 Gigawatt Leistung lieferten.
Die installierte Leistung aller Solaranlagen in Deutschland beträgt über 120 Gigawatt. Diese Entwicklung zeigt, dass der Anteil erneuerbarer Energien im Strommix stetig wächst.
Expertenmeinungen:
- Konrad Darscheid sagte: „Negative Strompreise sind nur ein Euphemismus für Entsorgungskosten.“
- Analysten betonen: „Das Angebot übersteigt die Nachfrage massiv.“
- Ein weiterer Punkt ist, dass Verbraucher durch negative Strompreise Geld einnehmen konnten, selbst nach Abzug von Netzentgelten und Steuern.
Im Jahr 2025 gab es in Deutschland mindestens 525 Stunden mit negativen Strompreisen. Diese Tendenz könnte sich fortsetzen, wenn die Erzeugung aus erneuerbaren Energien weiter zunimmt.