Meningitis-Ausbruch in England
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Meningitis-Ausbruch in England
In Canterbury, England, hat ein Meningitis-Ausbruch besorgniserregende Ausmaße angenommen. Zuletzt wurden zwei junge Menschen, die an der University of Kent und der Queen Elizabeth’s Grammar School studierten, tot aufgefunden. Die Gesundheitsbehörden haben daraufhin sofortige Maßnahmen ergriffen.
Am 15. Oktober 2023 wurde bekannt, dass elf weitere Personen mit schweren Symptomen im Krankenhaus behandelt werden. Die Infektion wurde zu einem Nachtklub in Canterbury zurückverfolgt, wo die Betroffenen möglicherweise in Kontakt mit dem Erreger gekommen sind.
Meningitis kann sowohl viral als auch bakteriell sein und wird in der Regel durch Tröpfcheninfektion übertragen. Die Symptome umfassen hohes Fieber, starke Kopfschmerzen und Verwirrtheit. Die Krankheit gilt als selten, kann sich jedoch sehr schnell verschlimmern.
Die Gesundheitsbehörden haben bereits Antibiotika an Hunderte von Studenten ausgegeben, um die Ausbreitung der Krankheit zu verhindern. Bislang wurden etwa 30.000 Menschen benachrichtigt, darunter 19.000 Studierende der University of Kent.
In Großbritannien gab es im Jahr 2024 insgesamt 340 Meningokokken-Fälle, während die Zahl im Jahr 2025 auf 378 anstieg. Im Vergleich dazu wurden in Österreich im Jahr 2024 nur 15 Fälle registriert, die Zahl stieg jedoch auf 32 im Jahr 2025.
Die Übertragung von Meningitis erfolgt ausnahmslos von Mensch zu Mensch, was die Situation in dicht vernetzten Gruppen wie Schulen oder Universitäten besonders kritisch macht. Unbehandelt verläuft fast die Hälfte der Meningitisfälle tödlich.
Die Gesundheitsbehörden raten zur Meningokokken-Impfung, die in Österreich für Kinder und Jugendliche empfohlen wird. Die aktuelle Situation in Canterbury zeigt, wie wichtig es ist, präventive Maßnahmen zu ergreifen und die Bevölkerung über die Risiken aufzuklären.
Details remain unconfirmed.