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Martin Nowak tritt von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften zurück

Martin Nowak hat von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) zurückgetreten. Dieser Schritt erfolgt, nachdem seine Mitgliedschaft von der Ethikkommission der ÖAW aufgrund seiner Verbindungen zu Jeffrey Epstein überprüft wurde.

Nowak hatte eine enge Beziehung zu Epstein, die fast zwei Jahrzehnte dauerte. In dieser Zeit fanden über 40 persönliche Treffen zwischen den beiden statt. Nowak wurde 2001 Mitglied der ÖAW, und seine Mitgliedschaft war seitdem unangefochten.

Die Ethikkommission der ÖAW, geleitet von Ulrich Körtner, hatte die Situation eingehend untersucht. Die ÖAW nahm den Austritt Nowaks zur Kenntnis und erklärte, dass dieser Rücktritt nach den Vorschriften der Akademie nach zehn Tagen wirksam wird.

Zusätzlich zu seinem Rücktritt von der ÖAW wurde Nowak vorübergehend von der Harvard University suspendiert, nachdem die Verbindungen zu Epstein bekannt wurden. Dies hat zu einer breiten Diskussion über die ethischen Standards in der Wissenschaft geführt.

Karl Sigmund, Nowaks Doktorvater, hatte ebenfalls Verbindungen zu Epstein und forderte eine Überprüfung von Nowaks Mitgliedschaft in der Akademie. Die Situation wirft Fragen zur Verantwortung von Wissenschaftlern auf, die in der Vergangenheit mit umstrittenen Persönlichkeiten verbunden waren.

Die Reaktionen auf Nowaks Rücktritt sind gemischt. Einige Beobachter glauben, dass Nowak einem möglichen Ausschluss zuvor gekommen ist. Die Diskussion über die ethischen Implikationen solcher Verbindungen wird voraussichtlich weitergehen.

Die ÖAW wird nun die nächsten Schritte in Bezug auf die Ethikrichtlinien und die Mitgliedschaftsüberprüfungen diskutieren. Experten erwarten, dass diese Ereignisse zu strengeren Richtlinien führen könnten, um die Integrität der Akademie zu wahren.

Details bleiben unbestätigt.