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Mario Adorf: Ein bescheidener Abschied

„Selbst im Tod ist Mario Adorf noch bescheiden – kein Ehrenbürgerbegräbnis in seinem Heimatort Mayen, keine prunkvolle Grabstätte auf einem Münchener Prominentenfriedhof, sondern ein bescheidenes Plätzchen in seiner Wahlheimat Saint-Tropez“, sagte Michael Stark nach dem Tod des Schauspielers.

Mario Adorf verstarb am 8. April 2026 im Alter von 95 Jahren in seiner Wohnung in Paris nach einer kurzen Krankheit. Der gebürtige Zürcher wurde am 8. September 1930 als uneheliches Kind geboren und wuchs in der deutschen Eifel auf, nachdem seine Mutter kurz nach seiner Geburt aus dem Land verwiesen wurde.

Adorf, der in über 200 Filmen spielte, wurde berühmt durch seine Rolle als Mörder im Film „Nachts, wenn der Teufel kam“ von 1957. Diese schauspielerische Leistung markierte den Durchbruch seiner Karriere und machte ihn zu einem der bekanntesten Gesichter des deutschen Films.

In seinem persönlichen Leben war Adorf mit Monique verheiratet, die er 1968 kennenlernte. Aus seiner ersten Ehe hatte er eine Tochter namens Stella. Trotz seines Ruhms blieb Adorf zeitlebens bescheiden und zurückhaltend.

Sein letzter Wunsch war es, in Saint-Tropez beigesetzt zu werden, wo er ein bescheidenes Grab haben wollte. Dies spiegelt seine Lebenseinstellung wider, die auch in seinen letzten Worten zum Ausdruck kam: „Es hätte schlimmer kommen können.“

Adorf wurde für seine Leistungen mehrfach ausgezeichnet, darunter mit dem Grimme-Preis und dem Bundesverdienstkreuz. Sein Erbe wird in der deutschen Filmgeschichte weiterleben, und seine Filme werden auch in Zukunft geschätzt werden.

Details zur Beisetzung und zu weiteren Gedenkveranstaltungen stehen noch aus. Die Trauer um Mario Adorf wird in der Film- und Kulturszene groß sein, da er viele Menschen mit seiner Kunst berührt hat.