Libanon: Eskalation des Konflikts zwischen Israel und Hisbollah
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Libanon: Eskalation des Konflikts zwischen Israel und Hisbollah
In Reaktion auf die Raketen- und Drohnenangriffe der Hisbollah auf Israel hat das israelische Militär am Montag Ziele im gesamten Libanon angegriffen. Bei diesen Gegenangriffen im Libanon kamen mindestens 31 Menschen ums Leben, 149 wurden verletzt. Der Iran hat erneut Raketen auf Israel abgefeuert.
Teheran, Jerusalem, Washington – Mit dem Eingreifen der pro-iranischen Hisbollah-Miliz hat sich der Konflikt um den Iran auf den Libanon ausgeweitet. In Reaktion auf Raketen- und Drohnenangriffe der Hisbollah auf Israel führte das israelische Militär am Montag Angriffe auf Ziele im gesamten Libanon durch.
Israels Gegenangriffe auf Hisbollah
Das Gesundheitsministerium des Libanon gab bekannt, dass 31 Personen ums Leben kamen und 149 verletzt wurden. Die israelische Luftwaffe setzte ihre Angriffe auf Ziele in Teheran fort. Der Iran feuerte erneut Raketen auf Israel ab.
Zerstörte Bauwerke nach den israelischen Luftangriffen in der libanesischen Hauptstadt Beirut. © APA/AFP/-
Die israelischen Streitkräfte: Iran startet erneut Raketenangriffe
Opferzahlen im Libanon
Die Armee gab bekannt, dass die Verteidigungssysteme aktiviert wurden, um die Bedrohung abzuwehren. In Tel Aviv wurde unter anderem Raketenalarm ausgelöst. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, den Anweisungen des Heimatschutzes Folge zu leisten.
Die Hisbollah bezeichnete ihren Angriff als Reaktion auf die Ermordung des höchsten iranischen Führers Ayatollah Ali Khamenei. Damit eröffnet die Miliz eine neue Front im Konflikt.
Das israelische Militär gab außerdem bekannt, dass es hochrangige Mitglieder der Hisbollah in Beirut sowie ein zentrales Mitglied im Südlibanon angegriffen habe. „Die Hisbollah hat über Nacht einen Angriffskrieg gegen Israel begonnen und trägt die volle Verantwortung für jede Eskalation“, erklärte der israelische Generalstabschef Eyal Zamir. Die Hisbollah hingegen betonte, dass die anhaltenden israelischen Angriffe ihr das Recht geben, sich „zur passenden Zeit und am geeigneten Ort“ zu verteidigen.
Iranische Raketenangriffe auf Israel
Israel veranlasst die Evakuierung von Städten im Libanon.
Das israelische Militär hat die Evakuierung von mindestens 50 Städten im Libanon angeordnet. Laut einem Sprecher des Militärs sollen die Einwohner sich einen Kilometer von den betroffenen Orten entfernen.
Das israelische Militär reagierte auf einen nächtlichen Raketenangriff der schiitischen Miliz auf Israel. Augenzeugen berichteten von Explosionen in den südlichen Vororten der Hauptstadt Beirut, die als Hochburg der schiitischen Miliz gilt. Zuvor sei ein Geschoss der Hisbollah abgefangen worden, während mehrere andere in freiem Gelände niedergegangen seien, wurde berichtet.
Konflikt zwischen Iran und Israel
Es ist das erste Mal seit dem Beginn einer Waffenruhe zwischen der Hisbollah und Israel im November 2024, dass die vom Iran unterstützte Schiiten-Miliz Israel mit Raketen attackiert hat. Der Angriff in der Nacht wurde mit der Tötung des höchsten iranischen Führers, Ayatollah Ali Khamenei, bei einem israelischen Luftangriff am Samstag in Teheran, der Hauptstadt des Iran, gerechtfertigt.
Es gibt nur wenige Fotos aus dem Iran, die den Weg in den Rest der Welt finden. In Teheran trauern die Menschen um Ayatollah Ali Khamenei. Von den Feiernden, die vermutlich in viel größerer Zahl vorhanden sind, existieren nur wenige Aufnahmen. © APA/AFP/-
Premierminister des Libanon: Angriffe tragen die Verantwortung
„Die Hisbollah hat in der Nacht eine Offensive gegen Israel eingeleitet und trägt die volle Verantwortung für jede Eskalation“, sagte Israels Generalstabschef Eyal Zamir laut Angaben der Armee. „Jeder Feind, der unsere Sicherheit gefährdet, wird einen hohen Preis zahlen müssen.“ Der libanesische Ministerpräsident Nawaf Salam bezeichnete den Raketenangriff aus dem Südlibanon auf Israel als „unverantwortliche und verdächtige Handlung, die die Sicherheit des Libanons gefährdet und Israel einen Vorwand bietet, seine Angriffe fortzusetzen.“
„Wir werden nicht zulassen, dass das Land in neue Konflikte verwickelt wird, und wir werden alle erforderlichen Schritte unternehmen, um die Verantwortlichen zu stoppen und das libanesische Volk zu schützen“, erklärte Salam. Israel und die Hisbollah-Miliz hatten zuletzt bis Ende 2024 gegeneinander gekämpft.
Im Libanon trat eine Waffenruhe in Kraft. Das Abkommen umfasst unter anderem die schrittweise Entwaffnung der Hisbollah. Eine entscheidende Frist dafür war jedoch Ende des letzten Jahres abgelaufen. Die schiitische Miliz weigert sich weiterhin, diesem Schritt zuzustimmen. Beide Konfliktparteien beschuldigen sich gegenseitig, gegen das Abkommen verstoßen zu haben.
Der Sicherheitschef Irans schließt zusätzliche Gespräche mit den USA aus.
Trümmer von Raketen fallen auf ein Schiff in Bahrain
In Bahrain sind Trümmer einer von der Luftabwehr abgefangenen Rakete auf ein Schiff gefallen und haben ein Feuer entfacht. Dabei kam ein Arbeiter aus Asien ums Leben, während zwei weitere schwer verletzt wurden, wie das Innenministerium des Inselstaats im Persischen Golf auf der Plattform X bekanntgab. Der Brand in einem Hafengebiet in der Nähe der Hauptstadt Manama ist mittlerweile gelöscht worden.
Im Rahmen seiner Vergeltungsangriffe attackiert der Iran US-Verbündete sowie amerikanische Einrichtungen in der Region. Bahrain fungiert unter anderem als Hauptquartier der US-Marine im Nahen Osten, wo die Fünfte Flotte stationiert ist. Am Samstag kam es bei einem iranischen Drohnenangriff auf den internationalen Flughafen in Bahrain zu Sachschäden.
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Die USA und arabische Länder kritisieren die Gegenangriffe des Irans.
Die Vereinigten Staaten verurteilten zusammen mit Saudi-Arabien und anderen arabischen Nationen die Raketen- und Drohnenangriffe des Irans. Die Aktionen Teherans wurden als „gefährliche Eskalation“ eingestuft und gefährdeten Zivilisten, so eine am Sonntag (Ortszeit) veröffentlichte gemeinsame Erklärung mit Bahrain, Jordanien, Kuwait, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Staaten bekräftigen außerdem ihr Recht auf Selbstverteidigung. (APA, dpa, Reuters)