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Hormus: Die Straße von Hormuz als wirtschaftliche Atomwaffe

Die Straße von Hormuz wird als wirtschaftliche Atomwaffe im Konflikt zwischen Iran und den USA eingesetzt. Die US-Blockade hat die iranischen Ölexporte stark eingeschränkt. Vor der Blockade exportierte Iran rund zwei Millionen Barrel pro Tag, danach nur noch rund eine halbe Million.

Analysten zufolge könnte dem Iran bereits in weniger als zwei Wochen der Platz zur Lagerung des geförderten Rohöls ausgehen. Das iranische Ölunternehmen NIOC hat bereits mit der Drosselung der Produktion begonnen. Ein gänzlicher Produktionsstopp könnte schwerwiegende Folgen für die iranischen Ölfelder haben.

Wichtige Fakten:

  • Die Ölpreise liegen um 50 Prozent höher als vor Kriegsbeginn.
  • Die USA haben mit ihrer Blockade nach eigenen Angaben 45 Schiffe gestoppt.
  • Der Preis der Nordsee-Sorte Brent liegt bei 125 Dollar, während er am Freitag bei 111 Dollar war.

Trump wies den Vorschlag Irans zur Öffnung der Straße von Hormuz zurück. Der Iran sucht verzweifelt nach neuen Wegen, um sein Öl zu lagern, und hofft, einen Produktionsstopp vermeiden zu können. Ein abrupter Produktionsstopp kann ältere Ölfelder beschädigen, insbesondere solche mit niedrigem Druck oder fragiler Geologie.

Die Verhandlungen zwischen den USA und Iran sind festgefahren, da beide Seiten auf ihren Standpunkten beharren. Die Straße vor Hormuz ist eine wirtschaftliche Atomwaffe, die das iranische Regime gegen die Welt einsetzt.