Heidi klum: Ein Blick hinter die Kulissen der Fashion Week in Paris
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Heidi klum: Ein Blick hinter die Kulissen der Fashion Week in Paris
In „On & Off The Catwalk“ gewährt Heidi Klum dem Publikum einen Blick hinter die Kulissen der Modenschau von Andreas Kronthaler in Paris.
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Schießereien, Treffen, Maskerade: Auch im zweiten Teil der Doku über Heidi Klum auf ProSieben bleibt das Tempo hoch. Ein Ende ist nicht in Sicht, wie die Model-Mama offenbarte.
Am liebsten würde sie sich einfach hinlegen. Eine Cola dazu. Und dann ein wenig entspannen. Doch das ist nicht möglich, denn in Paris findet die Fashion Week statt, was einen Zeitplan bedeutet, der selbst für Klumsche Verhältnisse äußerst voll ist. „On & Off The Catwalk“, der zweite Teil, steht an. „By Heidi Klum“, wie man so schön sagt. Die Dame ist eine Markenexpertin und weiß genau, wo ihr Name hingehört – nämlich auf das Produkt, und zwar gut sichtbar.
Ein weiteres Mal entstand ein lebhaftes Treiben zwischen Catwalk und Umkleide, Schminktisch und Showroom, ein ständiges Kommen und Gehen, alles unter dem Motto: „Mit 52 Jahren kann ich tun, was ich mir immer gewünscht habe“. Für gewöhnliche Menschen könnte das vielleicht heißen, sich in die Sonne zu legen. Ein spannendes Buch. Eine Cola mit einem Schuss. Doch nicht so für Heidi Klum.
Die Gruppe trifft sich in Paris für ein Straßenshooting mit Moritz und Daniela von „Germany’s next Topmodel“. Dass kein Schminkbus zur Verfügung steht, scheint niemanden wirklich zu stören, man ist es gewohnt, kreativ zu sein. In diesem Fall bedeutet das: Frisieren im Haushaltswarengeschäft um die Ecke, zwischen Toaster-Kartons und von der Decke hängenden Hackenporsches. Linda kümmert sich um das Make-up, während Lorenzo die Haare macht, das Team ist (auch) der Star.
Am Abend geht es dann hinaus zur Rampe, einer Open-Air-Bühne, die von Legenden besucht wird, darunter Andie MacDowell, Helen Mirren, Jane Fonda – und auch Heidi Klum.
Es ist einfach ein wunderbares Gefühl, Teil dieser „Sisterhood“ zu sein. Vor der Show gibt es noch eine Nachricht an Hans und Franz – ihre Brüste: „Bleibt drin, Jungs“. Irgendwann findet sich sogar Zeit für eine „Tom Pause“.
Dass Heidi Klum am folgenden Tag tatsächlich völlig erschöpft ist und umherirrt wie damals, als sie sich an Halloween als uralte Oma verkleidete, liegt wohl daran, dass ihr Ehemann noch „Sport“ machen wollte – was auch immer das bedeuten mag. Sport ist Mord, wusste bereits Churchill. Während Heidi von Paris nach Düsseldorf fliegt und dort in Hoodie und Lederjacke auf das Hotelbett fällt, facetimet Tom erneut – nackt in der Badewanne, so wird berichtet. Sport also, na gut.
Die Familie von Heidi Klum ist ebenfalls anwesend.
Die Tochter Leni und der Sohn Henry Samuel sind auch diesmal wieder mit von der Partie. Der Nachwuchs hat inzwischen selbst Castings, Shootings und Schaulaufen in ihrem Terminkalender. Die Kinder werden selbstständig, und die einstige Helikopter-Mama kann angesichts der leeren Kinderzimmer so viel weinen, wie sie möchte, sie gehen ihren eigenen Weg. Immerhin kann jetzt auch zusammen gearbeitet werden, macht ja viel mehr Freude, wenn Leni oder Henry dabei sind. Beim ersten Familienshooting zu dritt geht es ins Badezimmer, mit einem Laubbläser als Windmaschine und einer verstimmten Ukulele. Du, die Badewanne ist voll, die Klum-Version.
Die Eindrücke und Erlebnisse strömen wie aus einer Schminkpistole: Als „Venus in der Muschel“ hält Heidi eine Ansprache zu Ehren des Modedesigners Jeremy Scott. Paris Hilton steht hinter dem DJ-Pult und betätigt einige Knöpfe im Stil von Guetta. Lagerfelds Kreativdirektor Hun Kim scheint Heidi Klum deutlich mehr zu schätzen als einst sein gleichgültiger Vorgänger. Thomas Hayo preist Lenis einzigartigen „Charakter“, ihre „Sensibilität“ und ihre persönliche „Bandbreite“. Heidi schaltet das Licht am Empire State Building ein. Leni hatte drei aufmüpfige Jahre, und Henry litt als Kind an ADHS, oder wie er es selbst nennt, an einer auditiven Verarbeitungsstörung, sprich: links rein, rechts raus.
Vielleicht war das auch schon der Anfang von dem, was das Erfolgsgeheimnis von Heidi Klum ausmacht: dass sie vieles einfach geschehen lässt, es an sich abprallen lässt und sich nicht zu sehr damit beschäftigt. „Dass sie sich um nichts schert“, wie Andreas Kronthaler es formuliert. Der Designer und Witwer von Vivienne Westwood ist ein klarer Bewunderer von Klum, das ist offensichtlich.
Nach der Show, die Heidi Klum im Braut-Outfit beendet, gibt es einen Kuss – auf den Mund, was Leni und Henry sichtlich schockiert zur Kenntnis nehmen. „Our lips flipped“, der lapidare Kommentar von Klum, auch bekannt als: abgerutscht. Was soll’s.
Medusa und der Kämpfer
Ein wenig mühsam wird es dann beim großen Halloween-Spektakel: Die Schminkprozedur für Heidi als Medusa und Tom als versteinerten Gladiator wird ausführlich dokumentiert. Ein jährliches Highlight, diese Maskerade, möchte man sich jedoch nicht einfach so gefallen lassen.
„Willst du wirklich so mit mir intim werden?“, fragt die Klum den Kaulitz. Der lehnt höflich ab. So sieht es aus, dass einem sogar die Lust auf ein kurzes „Sport“-Intermezzo vergeht. Vielleicht liegt es auch an der Windel, die Heidi unter ihrem aufwendigen Kostüm trägt. Auf die Toilette zu gehen, kann sie vergessen, reingemacht hat sie jedoch auch noch nicht. Sie spricht und setzt sich eine lange Pinocchio-Nase auf.