Emma Delaney OMV: Erste Frau an der Spitze des Unternehmens
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Emma Delaney OMV: Erste Frau an der Spitze des Unternehmens
Emma Delaney wird die erste Frau an der Spitze des teilstaatlichen Energie- und Chemiekonzerns OMV. Ihre Ernennung erfolgt in einer geopolitisch und strategisch anspruchsvollen Zeit für das Unternehmen. Delaney bringt mehr als 30 Jahre Erfahrung in der Ölbranche mit und ist derzeit bei BP für einen Geschäftsbereich mit mehr als 50.000 Beschäftigten verantwortlich.
Der Vertrag von Delaney ist auf drei Jahre angelegt und kann um zwei Jahre verlängert werden. Die Zustimmung des Aufsichtsrats zur Ernennung steht allerdings noch aus, wird jedoch allgemein als Formsache angesehen.
Die OMV erzielte im Jahr 2025 einen Umsatz von 24 Milliarden Euro und beschäftigt weltweit rund 22.300 Mitarbeiter. Die Staatsholding ÖBAG hält 31,5 Prozent an der OMV, während ADNOC aus Abu Dhabi 24,9 Prozent hält.
Die Regierung in Wien, vertreten durch Bundeskanzler Christian Stocker und Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer, begrüßte die Personalie als starkes Signal für den teilstaatlichen Konzern. Sie betonten, dass Delaney über das nötige Know-how verfüge und das Unternehmen mit Fokus auf österreichische Interessen führen werde.
Analysten von RBC Europe sehen die OMV nun jedoch in einer erneuten Phase der Neufindung, was die Herausforderungen für Delaney unterstreicht. Der scheidende OMV-Chef Alfred Stern hat die Führung im September 2021 übernommen und einen strategischen Umbau des Unternehmens vorangetrieben.
Delaney hat internationale Erfahrung in Ländern wie Frankreich, Deutschland, Afrika, Indonesien, Irak und China gesammelt. Sie ist verheiratet und hat zwei Kinder.
Die OMV-Papiere verzeichneten einen Rückgang von 2,6 Prozent an der Wiener Börse, was die Unsicherheiten im Markt widerspiegelt. Details bleiben unbestätigt.