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Elektroauto: Steuerbefreiung für Elektro-Dienstwagen soll abgeschafft werden

Die Bundesregierung plant, die Steuerbefreiung für privat genutzte Elektro-Dienstwagen abzuschaffen, was zu erheblichen finanziellen Belastungen für E-Auto-Besitzer führen könnte.

Ab 2028 wird ein reduzierter Satz von 0,75 Prozent der Anschaffungskosten für Elektroautos als Sachbezug versteuert. Dies könnte die Attraktivität von Elektromobilität verringern und den Umstieg auf E-Autos bremsen.

Die motorbezogene Versicherungssteuer für Elektroautos wurde bereits eingeführt. Diese führt zu Mehrkosten von rund 350 bis 500 Euro pro Jahr. Viele E-Auto-Fahrer nutzen die Ladezeit zum Essen oder Snacken — 50 Prozent geben an, dass sie dies tun.

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass 65 Prozent der Verbrenner-Fahrer die Ladeinfrastruktur als schlecht einschätzen. Im Vergleich dazu halten nur 29 Prozent der E-Auto-Fahrer dies so. Dennoch empfinden 86 Prozent der E-Auto-Fahrer einen Stopp von bis zu 20 Minuten als angenehm, wenn sie mindestens 200 Kilometer Reichweite nachladen.

Laut Martin Grasslober war die Befreiung vom Sachbezug ein wesentlicher Anreiz für Unternehmen und Beschäftigte, auf Elektromobilität umzusteigen. Die geplante Abschaffung könnte diesen Trend umkehren.

Kernzahlen zur Ladeinfrastruktur:

  • 38 Prozent der Elektro-Fahrer halten die Ladeinfrastruktur für gut.
  • 25 Prozent der Befragten wünschen sich mehr Schnelllademöglichkeiten.
  • Anzahl der befragten Bundesbürgerinnen und Bundesbürger: 2500.

Die Abschaffung der Steuerbefreiung könnte ab 2027 Mehreinnahmen von etwa 75 Millionen Euro generieren. Ab 2028 wird mit jährlichen Mehreinnahmen von 160 Millionen Euro gerechnet.

Langeweile beim Laden macht offenbar hungrig, sagte Silvia Künnemann in Bezug auf das Verhalten vieler Fahrer an Ladestationen. Die Diskussion um die Ladeinfrastruktur bleibt also weiterhin aktuell und wichtig.