Buckelwale Ostsee: Ein Wal in der Bucht vor der Insel Poel
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Buckelwale Ostsee: Ein Wal in der Bucht vor der Insel Poel
Die Zahlen
Ein Buckelwal liegt seit Tagen in der seichten Bucht vor der Insel Poel in der Ostsee. Der Wal, der als ‚Timmy‘ bezeichnet wird, wiegt zwölf Tonnen und ist mehr als zwölf Meter lang. Besorgniserregend ist, dass der Wal Fischernetze im Maul hat und vermutliche Verletzungen durch eine Schiffsschraube erlitten hat.
Die Haut des Wals ist durch den niedrigen Salzgehalt der Ostsee aufgerissen und wird von Möwen angepickt. Experten raten von einer Lebendbergung des Wals ab, was die Situation weiter kompliziert. Stephanie Groß, eine Expertin, äußerte sich besorgt: „Sie fängt an, auf der Oberfläche deutlich einzureißen.“
Die Ostsee ist bekannt dafür, eines der verseuchtesten Meere der Welt zu sein. Eine Arbeitsgruppe der Internationalen Walfangkommission schätzt, dass jährlich 300.000 Wale und Delfine in Fischernetzen sterben, was die Gefahren für die Meeresbewohner verdeutlicht. In Norwegen sterben während der Walfangsaison etwa 1600 Wale.
Thilo Maack von Greenpeace kommentierte die Situation und sagte: „Tragödie hätte sich nicht abspielen müssen“. Er fügte hinzu: „Wenn wir schon von einer Tragödie sprechen, dann ist es eine Tragödie, die sich nicht hätte abspielen müssen, wenn wir einen adäquaten Umgang mit den Ozeanen hätten.“
Der Buckelwal ist kein Jungtier und hat bereits die Wanderroute von den Kapverdischen Inseln in die Arktis gemeistert. Dennoch bleibt der genaue Zustand des Wals und seine Überlebenschancen unklar. Details remain unconfirmed.
Die Problematik von Stellnetzen und Geisternetzen wird von vielen Experten als ein enormes Problem angesehen. Bianca König, eine weitere Expertin, betont die Dringlichkeit, diese Gefahren für die Meeresbewohner zu adressieren.
Die Situation des Buckelwals in der Ostsee wirft ein Schlaglicht auf die Herausforderungen, denen Wale und andere Meerestiere in dieser Region gegenüberstehen. Der Fall von ‚Timmy‘ könnte als Weckruf dienen, um mehr Aufmerksamkeit auf den Schutz der Meeresumwelt zu lenken.