Bundesliga: Altach dreht Partie gegen WSG Tirol

Altach dreht Partie gegen WSG Tirol im Schnabelholz

Altach sichert Heimsieg gegen WSG Tirol

Der SCR Altach hat am Sonntag ein Heimspiel gegen die WSG Tirol mit 3:1 gewonnen. Nach einem Rückstand drehten die Vorarlberger die Partie im Stadion Schnabelholz. Das Spiel, das vor 5.029 Zuschauern stattfand, war Teil der zweiten Runde der Admiral Bundesliga.

Die WSG Tirol ging in der 13. Minute durch Husein Balic in Führung. Nur wenige Minuten später gelang Patrick Greil in der 19. Minute der Ausgleich für Altach. Nach der Halbzeitpause brachte Yann Massombo die Heimmannschaft in der 56. Minute mit 2:1 in Führung. Der Endstand von 3:1 wurde durch ein Eigentor von David Kubatta in der 86. Minute besiegelt.

Beide Teams starteten nach ihren Leistungen in der ersten Runde unverändert in die Partie. Balic hatte bereits in der zweiten Minute eine Chance, schoss jedoch knapp am Tor vorbei. Sein Treffer resultierte aus einem Einwurf von Drew Murray, der von Marco Boras per Kopf verlängert wurde. Nach dem Ausgleich übernahm Altach, das zum Ligaauftakt eine 0:1-Niederlage gegen Rapid erlitten hatte, die Kontrolle über das Spiel.

Kontroversen und Trainerstimmen nach dem Spiel

Ein Querpass von Ousmane Diawara auf Niklas Niehoff führte zum Treffer von Greil, der damit sein erstes Saisontor erzielte. Später in der ersten Halbzeit kam es zu einer Situation, in der Diawara und Benjamin Böckle nach einer Greil-Flanke möglicherweise im Abseits standen. Auf der Gegenseite überlief Michael Olakigbe zwei Gegenspieler, legte sich den Ball jedoch zu weit vor, anstatt für Balic aufzuspielen.

Nach dem Seitenwechsel prüfte Niehoff den WSG-Torhüter Salko Hamzic nach einem Sololauf. Die darauf folgende Unordnung in der Tiroler Abwehr nutzte Massombo nach Zuspiel von Böckle zum 2:1. Ein Schuss von Filip Milojevic ging über das Tor, wäre aber wohl wegen Abseits nicht gezählt worden.

Eine strittige Szene ereignete sich, als Schiedsrichter Sebastian Gishamer einen Elfmeter für die WSG nach Videostudium zurücknahm. WSG-Spieler Lukas Hinterseer war im Strafraum zu Fall gekommen, nachdem er von Altachs Benedikt Zech zurückgehalten worden war. Gishamer hatte zunächst auf Strafstoß entschieden, revidierte seine Entscheidung jedoch nach Rücksprache mit dem Videoassistenten.

Lukas Hinterseer äußerte sich nach dem Spiel kritisch zur VAR-Entscheidung: „Für mich ist es ein klarer Elfmeter. Ich drehe mich ein, er hält mich, ich komme außer Tritt. Es muss eine klare Fehlentscheidung sein, sonst nimmst du das nicht zurück. Das ist ein absoluter Skandal.“ Er fügte hinzu, dass die Entscheidung falsch gewesen sei und er sich auf eine Stellungnahme freue. Hinterseer betonte, dass dies keine Ausrede sein solle, da die Mannschaft zu viele Chancen zugelassen habe.

Altach-Trainer Ognjen Zaric sah die Szene anders: „Für mich war das kein Elfmeter, deswegen habe ich auch reklamiert.“ Er zeigte sich zufrieden mit dem Saisonstart: „Nichts ist mehr Bestätigung als ein Sieg. Es war wichtig heute für uns. Wir haben gegen Rapid schon eine gute Leistung gezeigt. Mit dem Sieg und dem Aufstieg im Cup kann man von einem gelungenen Saisonstart sprechen.“

Patrick Greil, Torschütze für Altach, sprach von einem verdienten Sieg: „Es sind sehr, sehr wichtige drei Punkte. Es war ein absolut verdienter Sieg, wir haben wirklich guten Fußball gespielt. Ich hoffe, dass wir das in der Saison öfter zeigen können.“

Philipp Semlic, Trainer der WSG, sah ein Spiel auf Augenhöhe, in dem die Schlüsselmomente nicht auf seiner Seite waren. Er kritisierte die Elfmeterentscheidung: „Wenn die Hand an der Hüfte von Luki Hinterseer ist, ist es eine Behinderung beim Torschuss – und das ist ein Elfmeter. Für mich ist es eine klare Fehlentscheidung, das ist für mich schade.“

Altach baut Heimstärke aus

Nach der umstrittenen Elfmeterszene kam die WSG dem Ausgleich nicht mehr wirklich nahe. Stattdessen sorgte eine Aktion von Greil für die Entscheidung. Der Ball kam von Srdan Hrstic zurück zu Greil, dessen Schuss von Kubatta abgefälscht wurde und so den Weg ins Tor fand.

Mit diesem Sieg setzt Altach seine Serie gegen die WSG Tirol fort und bleibt seit sechs Ligaspielen gegen sie ungeschlagen. Die Vorarlberger unterstrichen zudem ihre Heimstärke, nachdem sie in der Vorsaison in 16 Bundesliga-Heimspielen nur zwei Niederlagen kassiert hatten.

Vor dem Spiel hatte WSG-Trainer Philipp Semlic die Heimstärke von Altach bereits hervorgehoben und die Kontinuität im Kader der Heimmannschaft gelobt. Altach hatte am Freitagabend die Chance, seine positive Bilanz gegen die WSG Tirol weiter auszubauen. Die Tiroler warteten vor dem Spiel seit fünf Bundesliga-Duellen auf einen Sieg gegen die Rheindörfler.

In der vergangenen Saison gab es aus Sicht der WSG drei Remis und eine Niederlage gegen Altach. Altach hatte sich zwar am ersten Spieltag bei Rapid mit 0:1 geschlagen geben müssen, überzeugte aber vor allem nach der Pause mit einer starken Leistung. Die WSG rang Meister Sturm Graz ein 1:1 ab.

Altach-Trainer Ognjen Zaric hatte vor dem Spiel betont, dass ein Sieg das große Ziel sei. Er bescheinigte seinem Mannschaftskern „eine hohe Qualität“ und blickte optimistisch auf das Heimspiel gegen Tirol und den weiteren Saisonverlauf. Vesel Demaku, Mittelfeldspieler von Altach, verwies auf das Selbstvertrauen im eigenen Stadion: „Wir fühlen uns alle zu Hause extrem wohl, das zeigen auch die Ergebnisse in den letzten Monaten.“

Der SCR Altach gewann das Spiel gegen die WSG Tirol mit 3:1.

Source: sport.orf.at