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Alfred Noll: Ein bedeutender Verlust für die österreichische Politik

Alfred Noll ist am 16. März 2026 im Alter von 66 Jahren verstorben. Sein Tod stellt einen bedeutenden Verlust für die österreichische Politik und die juristische Landschaft dar. Noll war nicht nur ein habilitierter Medienrechts-, Urheberrechts- und Restitutionsexperte, sondern auch ein engagierter Politiker, der die politische Szene Österreichs maßgeblich beeinflusste.

Noll war Mitbegründer der Liste Pilz, die später in Liste Jetzt umbenannt wurde, und war von 2017 bis 2019 im Nationalrat vertreten. In seiner Rolle als Abgeordneter setzte er sich für soziale Gerechtigkeit und die Rechte von Verfolgten ein. Er war bekannt für seine kritischen Ansichten über die politische Entwicklung in Österreich und äußerte sich oft über die Rolle des Parlaments. „Das Parlament verkomme zum Beglaubigungsapparat und habe seine vitale Funktion verloren“, sagte er einmal.

Als Rechtsanwalt war Noll seit 1992 in Wien tätig und erwarb sich einen Ruf als kompetenter und engagierter Jurist. Er unterstützte Alexander Van der Bellen in dessen erstem Bundespräsidentschaftswahlkampf und war ein aktiver Befürworter von Reformen im Bereich des Medienrechts. Im Jahr 2024 trat er als Ankläger beim Festwochen-Prozess gegen die FPÖ auf, was seine Bereitschaft unterstrich, sich für Gerechtigkeit und Transparenz einzusetzen.

Das größere Bild

Sein Engagement für die Kultur zeigte sich auch in seiner Rolle als Aufsichtsratsmitglied der Wiener Festwochen, die er Ende 2025 übernahm. Zudem wurde er von der KPÖ Plus in den Aufsichtsrat des Messezentrums Salzburg entsandt. Nolls Einfluss erstreckte sich über die Politik hinaus und umfasste auch die Förderung von Kunst und Kultur in Österreich.

Seine Familie, bestehend aus seiner Frau und zwei erwachsenen Kindern, hinterlässt eine Lücke, die nur schwer zu füllen sein wird. Noll war nicht nur ein angesehener Jurist, sondern auch ein Mensch, der sich für die Belange der Gesellschaft einsetzte. Er wurde als „Anwalt des Guten, des Sozialstaats, der zu Unrecht Verfolgten“ beschrieben.

Alfred Noll war Träger des Staatspreises für Kulturpublizistik, was seine Verdienste um die Kultur und die Medien unterstreicht. Sein Zitat „Recht ist nicht gleich Gerechtigkeit!“ bleibt als Mahnung an die Herausforderungen bestehen, die in der Rechtsprechung und der Politik bestehen.

Details bleiben unbestätigt, aber sein Erbe wird in der österreichischen Politik und Gesellschaft weiterleben. Nolls Tod wird als ein Wendepunkt in der politischen Landschaft Österreichs angesehen, und es bleibt abzuwarten, wie sich die politischen Kräfte in den kommenden Monaten entwickeln werden.