Chancenbonus Schulen: Neue Maßnahmen zur Förderung von Brennpunktschulen
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Chancenbonus Schulen: Neue Maßnahmen zur Förderung von Brennpunktschulen
Der Chancenbonus wurde als politischer Schritt zur Verbesserung der Chancengerechtigkeit eingeführt. In Österreich erhalten 400 Brennpunktschulen durch diesen Bonus mehr Personal und Ressourcen, um den Herausforderungen in sozial benachteiligten Gebieten besser begegnen zu können.
Ab Herbst sind 800 zusätzliche Planstellen vorgesehen, um die Unterstützung für diese Schulen weiter auszubauen. In Vorarlberg profitieren 11 Schulen vom Chancenbonus, während in Wien 228 Schulen teilnehmen. Dies entspricht 57 Prozent der Schulen, die einen erhöhten Chancenbonus erhalten.
Für den Chancenbonus sind insgesamt 65 Millionen Euro budgetiert. Die Schulen können autonom entscheiden, wofür sie die Mittel einsetzen, die auf Basis der sozioökonomischen Ausgangslage (SÖL) vergeben werden. Die SÖL-Kategorien reichen von 1 (sehr schwierig) bis 6 (sehr gut), wobei 24 Prozent der Schulen in Vorarlberg in die niedrigeren SÖL-Kategorien fallen.
Monika Steurer, eine der Verantwortlichen, betont die Bedeutung dieser Maßnahmen: „Wir haben in diesen Schulen sehr viele Kinder, die beim Eintritt in die Schule der deutschen Sprache nicht mächtig sind.“ Alexandra Loser ergänzt: „Es ist super, dass es den Chancenbonus gibt, es ist ein erster Schritt.“
Bildungsminister Christoph Wiederkehr erklärt: „Unser Ziel ist, dass die Potenziale der Kinder und Jugendlichen im Vordergrund stehen und nicht mehr der Bildungshintergrund der Eltern.“ Dennoch hält Steurer fest, dass die Herausforderungen nicht kleiner würden.
Die meisten Schulen, die am Chancenbonus teilnehmen, befinden sich im urbanen Raum, was die Notwendigkeit solcher Maßnahmen unterstreicht. 296 SÖL-1-Volks- und Mittelschulen in Österreich erhalten ebenfalls zusätzliche Ressourcen, um die Bildungschancen zu verbessern.
Die kommenden Monate werden zeigen, wie effektiv der Chancenbonus in der Praxis umgesetzt wird und welche konkreten Verbesserungen in den betroffenen Schulen erzielt werden können.