Strabag kartellstrafe
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Strabag kartellstrafe
Rekordstrafe für STRABAG
„Das war die letzte Entscheidung im Baukartell, insgesamt belaufen sich die Strafen auf knapp 300 Millionen Euro,“ erklärte Natalie Harsdorf, die die Aufsicht über das Verfahren führt. STRABAG muss eine Kartellstrafe von 146 Millionen Euro zahlen, die höchste, die je in Österreich verhängt wurde.
Das Baukartellverfahren gegen STRABAG wurde nach einem Entscheid des Obersten Gerichtshofs im Jahr 2023 neu aufgerollt. Die verhängten Kartellstrafen belaufen sich auf insgesamt knapp 300 Millionen Euro, wobei STRABAG den Verlust des Kronzeugenstatus erlitten hat.
Das Kartell, das Tausende Bauprojekte in Österreich zwischen 2002 und 2017 betraf, wurde 2016 aufgedeckt, als bei der Kärntner Baufirma Kostmann ein Ordner mit Aufzeichnungen gefunden wurde. Diese Entdeckung führte zu umfangreichen Ermittlungen und letztlich zu den aktuellen Strafen.
Zusätzlich zu STRABAG wurden auch andere Unternehmen wie Porr, Swietelsky und die Habau Group mit hohen Strafen belegt. Porr muss 62,4 Millionen Euro zahlen, während Swietelsky 27,2 Millionen Euro und die Habau Group 26,3 Millionen Euro schuldet.
STRABAG hat sich entschieden, die Aufstockung der Strafzahlung zu akzeptieren, um ein weiteres Gerichtsverfahren zu vermeiden. „Wir haben uns zu diesem Settlement nach eingehender Bewertung der Sach- und Rechtslage entschieden,“ so ein Sprecher des Unternehmens.
Die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) hat zudem eine gerichtliche Überprüfung des Beschlusses aus dem Jahr 2021 beantragt, was die Situation weiter kompliziert. Harsdorf betonte, dass die Aufdeckung des Kartells von großer Bedeutung sei: „Das größte Kartell der zweiten Republik wurde aufgedeckt.“
Die Entwicklungen rund um die STRABAG Kartellstrafe sind noch nicht abgeschlossen, und es bleibt abzuwarten, wie die rechtlichen Auseinandersetzungen weiter verlaufen werden.