Laura privatstiftung meldet Insolvenz an
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Laura privatstiftung meldet Insolvenz an
Insolvenzantrag der Laura Privatstiftung
Die Laura Privatstiftung hat am 11. März 2026 Insolvenz angemeldet. Der Antrag auf Insolvenzeröffnung wurde beim Landesgericht Innsbruck gestellt, nachdem die Stiftung aufgrund von Zahlungsverpflichtungen aus zwei Schiedssprüchen in finanzielle Schwierigkeiten geraten ist.
Details zu den Schiedssprüchen
Insgesamt wurde die Laura Privatstiftung zu Zahlungen von rund einer Milliarde Euro verurteilt. Ein Großteil dieser Forderungen entfällt auf den Staatsfonds Mubadala, dem mehr als 700 Millionen Euro zugesprochen wurden. Der Vorstand der Stiftung sieht Insolvenzgründe der Zahlungsunfähigkeit und der Überschuldung als gegeben an.
Hintergrund der Stiftung
Die Laura Privatstiftung wurde im Dezember 2006 von René Benko und seiner Mutter Ingeborg gegründet und ist eine der letzten großen Bastionen des Familienvermögens der Benkos. Die Stiftung besitzt unter anderem die Villa N in Innsbruck-Igls.
Wirtschaftliche Lage der Stiftung
Der Vorstand hat erklärt, dass die Stiftung wirtschaftlich nicht imstande ist, die sich aus diesen Schiedsurteilen ergebenden Zahlungspflichten zu erfüllen. Zudem haben die vom Stiftungsvorstand veranlassten Prüfungen ergeben, dass gegen diese Schiedssprüche keine ausreichenden Erfolgschancen eines Rechtsmittels bestehen.
Vermögenslage
Die Laura Privatstiftung hat noch Vermögen zwischen 300 und 400 Millionen Euro, was in Anbetracht der hohen Forderungen eine kritische Situation darstellt. Die Benkos haben die Stiftung als „eiserne Reserve“ bezeichnet, was René Benko jedoch bestreitet.
Reaktionen und nächste Schritte
Die Stiftung hat bereits umfassende Maßnahmen zur Stabilisierung eingeleitet. Details bleiben unbestätigt. Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft rechnet die Stiftung dem Signa-Gründer René Benko zu, was die öffentliche Aufmerksamkeit auf die Situation weiter erhöht.