Orf generaldirektor roland weißmann
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Orf generaldirektor roland weißmann
Rücktritt von Roland Weißmann
Roland Weißmann ist am 9. März 2026 mit sofortiger Wirkung als ORF-Generaldirektor zurückgetreten. Der Rücktritt erfolgt im Kontext von Vorwürfen sexueller Belästigung, die gegen ihn erhoben wurden. Diese Vorwürfe wurden dem Stiftungsrat Mitte letzter Woche mitgeteilt.
Weißmann bestreitet die Vorwürfe und sein Anwalt, Oliver Scherbaum, erklärte: „Meinem Mandanten liegt bis heute der von der Mitarbeiterin genau vorgebrachte Sachverhalt nicht vor.“ Die Situation hat zu einer sofortigen Reaktion des Stiftungsrats geführt, der Weißmann eine Frist von 48 Stunden einräumte, um sich mit dem Anwalt der betroffenen Mitarbeiterin zu verständigen.
Ingrid Thurnher wird interimistisch die Führung des ORF übernehmen, während die Suche nach einem neuen Generaldirektor bereits in Planung ist. Die Wahl des neuen Generaldirektors ist für August 2026 vorgesehen, und die Ausschreibung zur Wahl der Generalintendanz soll im Mai 2026 erfolgen.
Heinz Lederer, ein Mitglied des Stiftungsrats, betonte, dass es „null Toleranz“ für sexuelles Fehlverhalten gebe. Er fügte hinzu: „Wir werden nichts zudecken.“ Dies zeigt die Ernsthaftigkeit, mit der die Vorwürfe behandelt werden, und die Bereitschaft, transparent mit der Situation umzugehen.
Die politische Reaktion auf den Rücktritt war überwiegend zustimmend. Andreas Babler kommentierte: „Ein notwendiger Schritt, damit das hohe Ansehen des ORF keinen Schaden nimmt.“ Dies deutet darauf hin, dass die politischen Akteure die Notwendigkeit eines klaren Handelns in dieser Angelegenheit erkennen.
Die Vorwürfe gegen Weißmann werfen auch Fragen über die interne Kultur und den Umgang mit sexueller Belästigung innerhalb des ORF auf. Lederer kündigte eine Taskforce zur Prüfung ähnlicher Fälle an, um sicherzustellen, dass solche Vorfälle in Zukunft besser behandelt werden.
Weißmanns Amtszeit hätte bis Ende 2026 gedauert, und sein Rücktritt markiert einen bedeutenden Wendepunkt für den ORF. Details bleiben unbestätigt, und die Öffentlichkeit erwartet weitere Informationen über die laufenden rechtlichen Schritte und die Reaktion des ORF auf die Vorwürfe.