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Polymarket: Wettgewinne und Insiderwetten auf Iran-Angriffe

Die Wett- und Prognose-Plattform Polymarket, die bereits im Zusammenhang mit der umstrittenen amerikanischen Kommando-Operation gegen Nicolas Maduro in Venezuela in die Kritik geraten ist, sorgt erneut für Aufsehen. Berichten zufolge haben «mindestens sieben» Nutzer erfolgreich auf den Beginn der Angriffe auf den Iran am Samstag gewettet und dabei 1,5 Millionen Dollar gewonnen.

Die erste Berichterstattung dazu stammt vom britischen «Guardian». Laut diesem sind «fünf dieser Konten neu und haben bislang keine weiteren Wetten platziert; ein zusätzliches Konto scheint lediglich am vergangenen Wochenende auf Angriffe gewettet zu haben.»

Wettgewinne auf Iran-Angriffe

Der Bericht erwähnt zudem den Account «Magamyman», der bereits im Jahr 2025 «vor allem auf US-amerikanische und israelische Angriffe gegen den Iran gesetzt» habe. Alle diese Accounts seien anonym. Die Krypto-Analyseplattform Bubblemaps identifiziert sechs davon als «mutmaßliche Insider», deren Wetten in den letzten Tagen finanziert und gezielt auf dieses Wochenende ausgerichtet worden seien (Link).

Die neue Regierung unter Trump zeigt sich gegenüber den führenden Prognosemarkt-Plattformen Polymarket und Kalshi aufgeschlossen und hat die Klagen, die unter Biden gegen diese Unternehmen eingereicht wurden, zurückgezogen. Bei Kalshi werden Wetten hauptsächlich in Dollar abgewickelt, während Polymarket eher Kryptowährungen verwendet. Kalshi unterliegt der Regulierung durch die Commodity Futures Trading Commission (CFTC), die Wetten auf Kriege, Terroranschläge und Attentate untersagt. Im Gegensatz dazu operiert Polymarket als ausländische Börse und fällt somit nicht unter die Aufsicht der US-Behörden.

Beide Unternehmen erhalten Beratung von Donald Trump Jr., dessen Risikokapitalfonds 1789 Capital in Polymarket investiert hat. Trumps Social-Media-Plattform Truth Social plant die Einführung eines eigenen Marktes für Prognosen.